K+S: Zahlen und Ausblick gefallen den Anlegern – Aktie mit Kurssprung

Zahlen gab es heute beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S, die weniger schlecht als erwartet ausfielen. Denn Anleger hatten bereits die Luft angehalten, nachdem K+S aufgrund der extremen Trockenheit im letzten Jahr in mehreren Werken die Produktion komplett stoppen musste. Aber das letzte Quartal 2018 lief nochmal ganz gut, so dass im Gesamtjahr 2018 das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sogar um 5% auf 606 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Der Konzernumsatz legte sogar um 11% auf 4 Mrd. Euro zu, vor allem auch, weil das neue Werk in Kanada 2018 bereits 1,4 Mio. Tonnen Kalidünger produzieren konnte.

Das bereinigte Konzernergebnis rutschte dagegen um 41% auf 85 Mio. Euro ab, belastet von Abschreibungen auf das neue Werk und gestiegenen Zinsaufwendungen. Erfreulich für die Aktionäre, dass K+S die Dividende mit 29% auf 0,25 Euro pro Aktie weniger stark senkt, als es der Gewinnrückgang eigentlich notwendig gemacht hätte.

Optimistische Prognose 2019

Noch erfreulicher ist die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Denn zum einen soll das neue Werk in Kanada in 2019 bis zu 1,9 Mio. Tonnen Kalidünger produzieren, was die konzernweite Produktion auf 7,7 bis 7,9 Mio. Tonnen steigern soll. Zum anderen geht K+S davon aus, dass es 2019 keine derartigen trockenheitsbedingten Produktionsausfälle wie 2018 geben wird.

Deshalb erwartet das Management für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg beim EBITDA auf 700 bis 850 Mio. Euro. Und bis zum Jahr 2030 wird ein Anstieg des EBITDA auf bis zu 3 Mrd. Euro angepeilt.

Aktie legt kräftig zu

Worte, die die Aktionäre hören wollen. Und so springen K+S-Aktien heute um über 10% auf 16,94 Euro und damit auch an die Spitze des MDAX. Nach Kursverlusten von knapp 35% alleine in den letzten 12 Monaten sind es heute nicht wenige Anleger, die nach dem optimistischen Ausblick des Managements auf den lange erhofften Turnaround setzen.

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