Wirecard: Warburg erhöht Kursziel

Viel Wirbel gab es in den letzten Tagen rund um die Aktien des Online-Bezahlabwicklers Wirecard, nachdem mal wieder Gerüchte über dubiose Geschäftspraktiken aufgetaucht sind (detailliert berichteten wir dazu bereits hier). Und obwohl man ja meinen müsste, die Anleger kennen das bei Wirecard so langsam und reagieren besonnen, legten die Aktien in den letzten drei Tagen eine wahre Achterbahnfahrt hin. Nach Bekanntwerden rutschten die Papiere innerhalb von Minuten von 167 Euro bis auf 126 Euro ab, nur um sich dann binnen zwei Tagen in der Spitze bis auf 152 Euro zu erholen. Aktuell notieren die Aktien zum Wochenschluss 1,1% höher bei 146,50 Euro.

Sich von dem ganzen Theater nicht zu sehr beeinflussen zu lassen, ist offenbar auch die Meinung der Experten vom Analysehaus Warburg Research. Analyst Marius Fuhrberg schätzt die Anschuldigungen eines Reporters in der Financial Times mit Blick auf die Geschäftspraktiken als unglaubwürdig ein, zumal Wirecard die Vorwürfe selbst sofort scharf zurückgewiesen hat. Vielmehr verweist er in seiner jüngsten Studie auf das starke Wachstum, das leicht über dem Konsens seiner Schätzungen lag. Deshalb bestätigt er auch seine Kaufempfehlung und hebt das Kursziel für Wirecard von 205 auf 210 Euro an.

Auf dem aktuellen Kursniveau erwartet der Analyst damit mittelfristig weitere Kurszuwächse von rund 44%.

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