Tele Columbus: Aktien brechen nach Herabstufung und Kurszielsenkung kräftig ein

Die Aktien des Kabelnetzbetreibers Tele Columbus gehören heute mit einem Kursverlust von aktuell rund 10% auf 1,83 Euro zu den größten Verlieren am deutschen Aktienmarkt.

Auslöser für den Kurseinbruch dürfte die jüngste Studie der Commerzbank sein, in der Tele Columbus von „Hold“ auf „Reduce“ herabgestuft und das Kursziel kräftig von 3,00 auf nur noch 1,60 Euro gesenkt wird. Commerzbank-Analystin Heike Pauls hat ihre Präferenzen für deutsche Telekomwerte neu geordnet, nachdem 1&1 Drillisch angekündigt hatte, auf der 5G-Auktion mitzubieten und deshalb vermutlich eine eigene Infrastruktur für den Betrieb eines eigenen Mobilfunknetzes aufbauen werden. Deshalb senkt sie ihr Urteil für den Kabelnetzbetreiber:

da der Hauptaktionär United Internet seine Aufmerksamkeit nun vor allem auf die Tochter 1&1 konzentrieren dürfte. Für eine Übernahme der „pflegeintensiven“ Tele Columbus sieht sie daher aktuell keine Chance.

Blickt man auf den aktuellen Kurs, dann erwartet die Analystin nach der deutlichen Reduzierung ihres Kursziel – trotz des heutigen Kurseinbruchs – mittelfristig weitere Kursrückgänge von rund 13%.

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