Leoni: Hauck & Aufhäuser senken den Daumen und reduzieren Kursziel drastisch

Aktien des Automobilzulieferers Leoni rauschten in der vergangenen Woche um 36% in den Kellern, nachdem das Unternehmen den Anlegern letzten Freitag enttäuschende Zahlen, die Streichung der Dividende für 2018 und einen mageren Ausblick auf das laufende Jahre präsentiert hatte.

Die Gewinnwarnung und Dividendenstreichung zum Anlass nimmt auch Analyst Christian Glowa von der Privatbank Hauck & Aufhäuser, um seine Einstufung für Leoni-Aktien radikal von bislang „Buy“ auf „Sell“ zu reduzieren. Er sieht beim Bordnetzausrüster ein „strukturelles Effizienzproblem“. Gleichzeitig kürzt der Experte seine Schätzungen und rechnet mit deutlich niedrigeren freien Barmitteln. Deshalb reduziert er auch sein Kursziel drastisch von 40 auf nur noch 10 Euro.

Nach dem Kurssturz der vergangenen Woche kosteten Leoni-Aktien vergangenen Freitag zum Handelsschluss nur noch 20,59 Euro. Aber selbst auf diesem deutlich reduzierten Kursniveau erwartet Hauck & Aufhäuser mittelfristig weitere Kursrückgänge von rund 50%. Optimismus sieht jedenfalls anders aus…

Blickt man auf die vorbörsliche Indikation, dürften Leoni-Aktien in die neue Handelswoche im Bereich 20,20/20,40 Euro starten.

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