Heidelberger Druck: Gleich dreimal „Buy“

Gleich drei Analysten haben gestern ihre Kaufempfehlung für den Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck nach der Vorlage von Quartalszahlen bestätigt, obwohl die Aktie selbst gestern kräftig in die Knie ging und bis zum Handelsschluss fast 9% auf 1,63 Euro verlor.

Hans-Joachim Heimbürger vom Analysehaus Kepler Cheuvreux hatte die Zahlen für das 3. Quartal so schwach erwartet, schreibt er in seiner jüngsten Studie. Er rechnet damit, dass Heidelberger Druck auch nach der Bestätigung des Ausblicks nur das untere Ende der Prognosespanne erreichen wird. Aber wichtig für ihn sei ohnehin die Partnerschaft mit dem neuen Großaktionär und Partner Masterwork aus China. Er bestätigt seine Einstufung mit „Buy“ und belässt das Kursziel bei 2,20 Euro. Das mittelfristige Kurspotenzial sieht er damit bei rund 35%.

Ebenfalls ein Kauf sind die Aktien von Heidelberger Druck für Eggert Kuls vom Analysehaus Warburg Research. Zwar haben Auftragseingänge und Umsätze des 3. Quartals auch unter den Erwartungen des Warburg-Analysten gelegen, allerdings hält er den Ausblick für das vierte Quartal für positiv. Seine bestätigte Kaufempfehlung versieht er weiter mit einem Kursziel von 3,00 Euro, was beim aktuellen Kurs einem stattlichen Aufwärtspotenzial von rund 85% entspricht.

Und als Dritter im Bunde hält auch Peter Rothenaicher die Aktien des Druckmaschinenbauers weiter für einen Kauf mit einem mittelfristigen Kursziel von 2,90 Euro. Auch er verweist auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen für das 3. Quartal vor allem der Cashflow habe ihn enttäuscht. Aber er sieht auch einen vorsichtigen Optimismus des Managements und sieht Heidelberger Druck auf einem guten Weg, die geplante Digitalisierungsstrategie umzusetzen. Der Analyst hält die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau für „deutlich unterbewertet“ und traut mit seinem Kursziel den Papieren ein mittelfristiges Aufwärtspotenzial von rund 78% zu.

Werbung