Mittagsbörse: DAX profitiert nicht von US-Rallye – Wirecard, Siemens, Wacker Chemie, Software AG, 1&1 Drillisch im Blick

Der DAX kann nur kurz von der gestrigen Rallye an den US-Börsen nach Aussagen der FED zu einer Zinspause in den USA profitieren. Direkt nach Handelsstart ging es bis auf bis auf 11.309 Punkte, bevor bereits wieder Gewinnmitnahmen einsetzten und den deutschen Leitindex zur Mittagszeit wieder 0,1% ins Minus bei 11.173 Punkten drücken. Der MDAX notiert nach anfänglichen Gewinnen inzwischen ebenfalls 0,1% tiefer bei 23.820 Punkten, der TecDAX kann leicht um 0,1% auf 2.594 Punkte zulegen.

Aktuell stärkster Wert im DAX sind Aktien des Online-Bezahlabwicklers Wirecard, die mit 147,55 Euro noch 1,7% im Plus liegen und sich damit weiter vom gestrigen Kurssturz nach Meldungen der Financial Times über dubiose Geschäftspraktiken erholen (Details dazu hier). Weit abgeschlagen am DAX-Ende liegen Siemens, die mehr als 4% auf 95,56 Euro verlieren, was aber fast ausschließlich auf den heutigen Dividendenabschlag zurückzuführen ist.

Im MDAX legen Wacker Chemie mit +2,4% auf 93,36 Euro am stärksten zu, vor allem aufgrund recht guter 2018-Zahlen, die die Beteiligung Siltronic heute präsentiert hat (Details dazu hier). Aktien der Software AG bilden mit einem Kursverlust von 6% auf 31,63 Euro das das Schlusslicht im MDAX, nachdem das Unternehmen heute nach vorgelegten vorläufigen Zahlen vor allem beim Ausblick für 2019 enttäuschte (Details hier).

TecDAX-Spitzenreiter ist der IT-Infrastrukturanbieter Cancom, der 1,9% auf 33,96 Euro zulegen kann. Auch im TecDAX sind Aktien der Software AG aktuell der schwächste Wert, gefolgt von Papieren des Telekommunikationsanbieters 1&1 Drillisch, die 3,6% auf 36,40 Euro verlieren. Grund für die Kursverluste bei 1&1 Drillisch ist heute eine Herabstufung durch die HSBC, deren Analyst aufgrund von Unsicherheiten und Risiken aus der Teilnahme an der 5G-Auktion die Aktie auf „Halten“ zurückstuft und das Kursziel von 56 auf 40 Euro senkt.

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