Die BAUER AG, Bau- und Maschinenbaukonzern mit Schwerpunkt auf dem Baugeschäft, gibt heute vorbörslich bekannt, dass die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 reduziert werden muss. Als Grund wird der unerwartete Ausgang eines seit Jahren andauernden Schiedsgerichtsverfahrens für ein Projekt in Hongkong genannt, bei dem ein verbundenes Unternehmen Baumaßnahmen zur Errichtung eines unterirdischen Bahnhofs durchgeführt hatte. Durch das jetzt gefällte Urteil werden vermutlich Vergütungsansprüche an das verbundene Unternehmen in der Größenordnung von rund 20 Mio. Euro fällig, die nun wertberichtigt werden müssen.

Deshalb wird die BAUER Gruppe ihre Ergebnisprognose auf Konzernebene für 2017 nicht mehr erreichen. Das EBIT wird nun vermutlich bei rund 65 Mio. Euro liegen, bisher ging man hier von 75 Mio. Euro aus.

Dageben bleibt die Prognose für die Gesamtkonzernleistung unverändert bei ca. 1,8 Mrd. EUR. Als einmaliger Sondereffekt hat die Prognosekürzung auch keine Auswirkungen auf die Ertragskraft.

Die Aktien der BAUER AG konnten im letzten halben Jahr deutlich von rund 22 Euro auf aktuelle 30,55 Euro zulegen. Angesichts der Prognosesenkung reagieren die Anleger aber enttäuscht und trennen sich bereits vorbörslich von ihren Papieren. Die vorbörsliche Indikation liegt mit 27,60/27,70 Euro fast 10 Prozent unter dem gestrigen Schlusskurs.