Der Druckmaschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen erwartet aufgrund der von US-Präsident Donald Trump umgesetzten Steuerreform weniger Gewinn für das laufende Geschäftsjahr.

Da die Körperschaftssteuer von bislang 35 auf 21 Prozent gesenkt wird, können die in der Vergangenheit angesammelten Verlustvorträge aus aktivierten latenten Steuern der US-Tochtergesellschaft nicht mehr in der bisher kalkulierten Höhe geltend gemacht werden. Deshalb muss Heidelberger Druck rund 25 Mio. Euro abschreiben, was in 2017/18 zu einem einmaligen Sonder aufwand führt. Aus diesem Grund ist die bisherige Prognose für das Nettoergebnis nicht mehr zu halten und wird deutlich unter dem Vorjahreswert von 36 Mio. Euro liegen.

Positive Effekte überwiegen aber langfristig

Gleichzeitig teilt Heidelberger Druck aber mit, dass die aus der US-Steuerreform resultierenden Effekte langristig überwiegen. So erwartet das Management, dass sich die Investitionszurückhaltung vieler US-Unternehmen aufgrund der Unsicherheit über die zukünftige Steuerentwicklung auflösen wird und daraus entstehende Aufholeffekte zu einer spürbaren Belebung des US-Geschäftes führen werden.

Aktie kaum verändert nach Gewinnwarnung

Auch die Anleger ließen sich von der Gewinnwarnung nicht groß beeindrucken und setzen eher auf die langfristig erwarteten positiven Auswirkungen. Deshalb blieb der sonst bei ähnlichen Gewinnwarnungen folgende Kurseinbruch auch aus, die Aktien von Heidelberger Druck schlossen am letzten Handelstag lediglich 1,1% tiefer bei 2,83 Euro.