Nach der jüngst erfolgten dritten Gewinnwarnung in diesem Jahr beschleunigte sich der Kursverfall beim Medienkonzern ProSiebenSat.1 noch einmal. Alleine in den letzten 6 Monaten gaben die Papiere mehr als 30% nach und sind damit in diesem Zeitfenster auch der mit Abstand schwächste DAX-Wert. Seit dem Hoch aus dem Jahr 2015 bei knapp 51 Euro haben die Aktien mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Und angesichts dieses drastisches Rückgangs bei der Marktkapitalisierung gerät inzwischen sogar der DAX-Verbleib in Gefahr.

In der momentanen Schwäche die Aktien zu kaufen, rät dagegen jetzt die britische Investmentbank Barclays. Die jüngst vorgelegten Eckdaten sind ihrer Meinung nach „in line“ ausgefallen. Und Barclays-Analyst Julien Roch hat nach den vorläufigen Zahlen die Gewinnprognose für 2017 bis 2019 sogar leicht angehoben. Deshalb bleibt bei Barclays die Einstufung von ProSiebenSat.1 auf „Overweight“. Das Kursziel hebt der Analyst von 40 auf 41 Euro an.

Neues Kursziel verspricht mehr als 60% Potenzial

Die Aktien von ProSiebenSat.1 konnten sich in den letzten 5 Tagen auf dem aktuell erreichten (niedrigen) Kursniveau stabilisieren. Aktuell notieren die Papiere mit 0,1% marginal höher bei 25,00 Euro. Bis zum neuen Kursziel von Barclays ergibt sich damit ein ordentliches Aufwärtspotenzial von mehr als 60%.