Einen deutlichen Umsatzrückgang von rund 22 Mio. Euro auf 175,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017 (1. Halbjahr/2016: 198 Mio. Euro) meldet heute der Telekomausrüster QSC. Allerdings ist das keine Überraschung, der Geschäftsverlauf verlief erwartungsgemäß hin zu einem der führenden Digitalisierer für den Mittelstand. Das bestätigt sich auch durch die kräftigen Zuwächse im Bereich Cloud-Computing, dort legte der Umatz im 1. Halbjahr um knapp 80 % auf 11,5 Mio. Euro zu.

Außerdem plant das Unternehmen, die Ertrags- und Finanzkraft deutlich zu steigern, was im 1. Halbjahr 2017 ebenfalls gelungen ist. Das Konzernergebnis konnte deutlich auf 1,1 Mio. Euro gesteigert werden, die EBITDA-Marge stieg auf 11 %.

In Sachen Finanzkraft verbesserte sich der Free Cashflow von 5,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016 auf jetzt 6,4 Mio. Euro.

Gesamtjahresprognose wird bestätigt

QSC sieht sich angesichts der jetzt vorgelegten Zahlen voll im Plan und bestätigt daher die bisherigen Gesamtjahresprognoses. Der Umsatz soll auf 355 bis 365 Mio. Euro steigen, das EBITDA 36 bis 40 Mio. Euro erreichen. Der Free Cashflow soll mit 8,4 Mio. Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert liegen.

Aktie vorbörslich leicht schwächer

Bereits im Vorfeld der heute bekannt gegebenen Zahlen haben die Anleger bei QSC-Aktien kräftig zugegriffen, bereits am Freitag stiegen die Papiere 4,9 % auf 1,94 Euro. Dieser kräftige Kursanstieg könnte auch der Grund sein, warum die Papiere heute – trotz erwartungsgemäß guter Zahlen – vorbörslich leicht schwächer notieren. Offenbar beherzigen einige Anleger die Börsenregel „sell on good news“. Aktuell liegt die Indikation rund 5 % tiefer bei 1,84 Euro.