Eine Gewinnwarnung hat heute für einen kräftigen Kurseinbruch beim Technologie-Unternehmen GFT Technologies geführt und damit die Anleger ordentlich geschockt. Das Unternehmen teilte heute mit, dass aufgrund einer erwarteten Korrektur der Umsatzbeiträge von zwei Großkunden aus dem Investmentbanking in Großbritannien und Nordamerika der Jahresumsatz für 2017 nur noch bei ca. 425 Mio. Euro (nach bisher 450 Mio. Euro) liegen dürfte. Das EBITDA dürfte – zusätzlich noch belastet durch einmalige Sondereffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen und Wechselkursschwankungen – nur noch bei 42 Mio. Euro (statt der bisher angenommenen 48,5 Mio. Euro) liegen. Das EBT wird bei 26 Mio. Euro (bisher: 35 Mio. Euro) erwartet.

Außerdem dürften sich die Kostensenkungsmaßnahmen der beiden Großkunden auch ins Jahr 2018 erstrecken, so dass GFT den für 2020 erwarteten Umsatz von 800 Mio. Euro nach neuer Planung erst 2022 erreichen dürfte.

Anleger reagieren geschockt, Aktie bricht ein

Die Anleger ziehen heute nach dieser Meldung die Reißleine. Zwischenzeitlich rutschten die Papiere um mehr als 16 Prozent auf ein Tagestief bei 15,45 Euro – und damit dem tiefsten Stand seit Mitte 2015 – ab. Inzwischen können sich die Papiere zwar wieder leicht erholen, liegen allerdings immer noch mit 16,25 Euro 11,5 % im Minus. Damit hat sich der Kurs seit Ende 2015, als die Aktien noch über 32 Euro notierten, inzwischen halbiert.

Und angesichts der heutigen Nachrichten und der entsprechenden Reaktion der Anleger dürfte eine nachhaltige Erholung so schnell nicht in Sicht sein.