Ein Chinese Wall (Chinesische Mauer) bezeichnet eine Informationsbarriere, die innerhalb eines Institutes Interessenskonflikte zwischen verschiedenen Teilen der Unternehmensorganisation vermeiden soll.

Im Detail soll durch die Einrichtung von Chinese Walls verhindert werden, dass kursrelevante Informationen, z.B. des Researchebereichs der Kundenbetreuung eines Finanzinstitutes dem Eigenhandelsbereich des gleichen Institutes zugänglich sind und diese mit diesem Insiderwissen noch vor den Kunden des Unternehmens an der Börse (z.B. im Rahmen des Frontrunning) aktiv werden können. Damit soll die uneingeschränkte interessenskonfliktfreie Handlungsfähigkeit von Wertapierdienstleistungsunternehmen gewährleistet werden.

Bei Investmentbanken dienen Chinese Walls zur Vermeidung von Interessenskonflikten zwischen dem eigentlichen Investmentbanking und dem Emissionsgeschäft.

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