Was ist der Geldmarkt?

Der Geldmarkt gehört wie der Kapital- und der Kreditmarkt als Teilmarkt zu den Finanzmärkten. Am Geldmarkt treffen die Nachfrage nach Geld (z.B. kurzfristige Kredite) mit dem Geldangebot (kurzfristige Anlagemöglichkeiten, kurzfistige Geld parken) zusammen. Auf dem Geldmarkt werden Finanzmittel mit einer kurzen Fristigkeit – meist bis max. einem Jahr – gehandelt. Kennzeichen des Geldmarktes ist seine Kurzfistigkeit sowie die Möglichkeit der schnellen Liquidierung der geparkten Mittel.

Zu den gehandelten Finanzmitteln bzw. -produkten gehören z.B.:

  • Schatzwechsel
  • unverzinsliche Schatzanweisungen
  • Tages-, Monats- und Dreimonatsgeld mit vereinbarter Laufzeit
  • Tages-, Monats- und Dreimonatsgeld mit vereinbarter Kündigungsfrist
  • Tages-, Monats- und Dreimonatsgeld mit unbestimmter Laufzeit

Die Teilnehmer am Geldmarkt sind die EZB, nationale Zentralbanken und einzelne Geschäftsbanken, wobei der wichtigste Einzelteilnehmer am Geldmarkt die Zentralbank ist, die das so genannte Zentralbankgeld zur Verfügung stellt und mit ihrem Leitzins den wesentlichen Zinssatz vorgibt, an dem sich die Geldmarktzinsen orientieren.

Gleicheitig nimmt die Zentralbank über die Offenmarktpolitik großen Einfluss auf den Geldmarkt, indem sie Wertpapiere gegen Zentralbankgelder kauft oder verkauft und somit Geld in dem Markt pumpt bzw. abzieht.

Der einzelne Anleger kann wiederum über Geldmarktfonds, die von Kreditinstituten aufgelegt werden, in den Geldmarkt investieren und hier seinerseits liquide Mittel parken.

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