Unter dem Begriff Arbitrage versteht man vereinfacht gesagt das Ausnutzen von Preisunterschieden eines Handelsproduktes (Marktgegenstandes) an verschiedenen Handelsplätzen mit der Absicht, risiominimiert einen Gewinn zu erzielen. Arbitragegeschäfte sind meist sehr kurzfristiger Natur, da sich die Preise an den verschiedenen Märkten in der Regel durch eben diese Arbitrage schnell einander anpassen.

In der Praxis versuchen Händler, an verschiedenen Börsenplätzen Preis- oder Zinsdifferenzen eines Produktes zu identifizieren, um an der preiswerteren Börse das Produkt zu erwerben und Zeitgleich an der Börse mit dem höheren Preis zu veräußern. Damit werden praktisch risikolos Gewinne erzielt.

Durch diese Art des Geschäfts gleichen sich die Preise beider Börsen an, da an der Börse mit dem niedrigeren Preis durch die Arbitragenachfrage der Kurs steigt, gleichzeitig fällt aber der Kurs an der Börse mit dem höheren Preis, da hier durch den Verkaufsdruck der Kurs fällt. Dies geschieht so lange, bis die Ineffizienzen beseitigt, d.h. keine Arbitragegewinne mehr möglich sind. Somit kann die Arbitrage durchaus als nützlich bezeichnet werden, da hierdurch Ineffizienzen an den Kapitalmärkten beseitigt werden.

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