Aktuell geschieht, was keiner richtig glauben kann und auch keiner so richtig begründen. Denn trotz aller Sorgen um die Stabilität der Eurozone, trotz Zahlungsproblemen in Griechenland, evtl. Spanien, Portugal & Co, trotz Inflationssorgen und Angst um ein erneutes Abgleiten in die Rezession, der DAX nähert sich immer weiter seinem bisherigen Jahreshoch bei 6.342 Zählern an. Einer der Gründe: Spanien gelingt es aktuell immer wieder, Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen, die Nachfrage ist sogar höher als das Angebot. Zudem flauen auch die Spekulationen gegen die Eurozone weiter ab, offenbar hat der aufgespannte 750 Mrd. Euro Hilfsschirm einem Großteil der Spekulanten – zumindest vorübergehend – den Mut genommen, weiter gegen die Eurozone Positionen aufzubauen. Wie gesagt, vorübergehend.
Ein wenig Entspannung scheint sich abzuzeichnen am bisher von hoher Nervosität geprägten Aktienmarkt, was in zuletzt hohen Ausschlägen in beide Richtungen sowie in einer deutlich angestiegenen Volatilität seinen Ausdruck fand. So ist es aktuell auch sehr schwierig, wenigstens halbwegs vernünftige Prognosen zu machen. Aber nachdem sich am Freitag Griechenland’s Regierung auf konkretere Schritte zur Rentenreform geeinigt hat und das ebenfalls arg schwächelnde Spanien ankündigte, keine Kredite aus dem EU-Rettungschirm zu benötigen, atmen Anleger ein wenig durch. Insbesondere Anleger in den USA scheinen momentan angesichts der europäischen Probleme besonders nervös, fürchten sich doch nach wie vor ein überschwappen der europäischen Probleme über den Atlantik.
So schloss der DAX am Freitag auch gut behauptet mit einem Schlusskurs von 6.047 Punkten wieder über der wichtigen 6.000er Marke, das entspricht einem soliden Wochenplus von 1,8 Prozent. Und auch der Dow Jones gewann im Wochenverlauf hinzu, schloss am Freitag auf einem Schlussstand von 10.211 Punkten mit einem Wochenplus von 2,8 Prozent. Die Nasdaq legte 1,1 Prozent zu, der S&P500 um 2,5 Prozent. Damit lagen wir mit unserer DAX-Prognose ein wenig zu defensiv, wir gingen von Kursen im Bereich von 5.800 – 5.900 Zähler aus.
Freitags-Déjà-vu: Letzten Freitag vermasselte die Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Spanien durch die Ratingagentur Fitch den Anlegern eine bis dahin gute Börsenwoche. Und heute sorgen Meldungen über einen möglichen Staatsbankrott von Ungarn sowie schlechter als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktzahlen für einen Kurseinbruch am Freitag.
Dabei sah in der laufenden Woche alles so gut aus. Lag der Dax am Montag noch im Bereich von 5.900 Punkten und fiel am Dienstag sogar auf ein Wochentief bei 5.839 Zählern, so ging’s ab da steil aufwärts, heute wurden sogar 6.100 Punkte nach oben durchbrochen (Tageshöchststand 6.113 Zähler). Aber dann kamen Ungarn und die Arbeitslosenzahlen in den USA und der DAX gab zeitweise mehr als 200 Punkte vom Höchststand ab, der Tagesschluss lag bei 5.938 Zählern, womit die Woche nahezu unverändert schließt. Damit lagen wir mit unserer Prognose einer Seitwärtsbewegung im Wochenverlauf und einer Zielrange von 5.750 bis 5.950 ganz richtig.
So langsam sollten wir unsere Wochenprognosen tatsächlich handeln, denn auch in diesem Monat lagen wir mit unserem Ausblick aus der letzten Wochen wieder sehr gut.
Im Dax gingen wir von einer Konsolidierung im Bereich 5.700 – 5.900 aus, bei einem Wochenschluss im Dax von 5.946, nachdem im Wochenverlauf kurzfristig wieder Anlauf auf die 6.000er Marke genommen wurde. Aber am Freitag sorgte die Herabstufung von Spanien durch Fitch für schlechte Laune zum Wochenschluss.
Der Wochenausblick für die kommende Woche, diesmal in verkürzter Form, da Pfingstfeierlichkeiten rufen und zum morgigen Feiertagshandel das Interesse auch eher geringer Natur sein wird.
Die Euro-Zonen-Krise hält die Weltbörsen weiter fest im Griff. In der letzten Woche gab’s sowohl hierzulande im Dax wie auch an der Leitbörse in New York deutliche Kurseinbußen von jeweils über 3 Prozent. Der Dax schloss am Freitag bei 5.829 Zählern, das entspricht einem Wochenverlust von rund 200 Punkten, beim Dow Jones war es ein Wochenverlust von 423 Punkten und dass, obwohl der Dow am Freitag nach drei Verlusttagen 125 Punkte zulegen konnte.
Anleger brauchen aktuell starke Nerven, um das Wechselbad der Gefühle an den Weltfinanzmärkten durchzustehen. Vorletzte Woche gab’s gegen Ende der Woche massive Abstürze. Letztes Wochenende konnten sich dann die EU-Finanzminister auf einen Rettungschirm für strauchelnde Länder des Euro-Raums einigen, unglaubliche 750 Milliarden Euro sollen dafür bereitgestellt werden. Finanziert werden soll das ganz u.a. durch den Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB, womit die EZB zum Staatsfinanzierer wird. Damit entsagt die EZB allen ihren bisherigen Parolen an eine solide Finanzpolitik und wirft die Notenpresse an, Amerika lässt grüßen.
Kurzfristig schien das den Anlegern neuen Mut zu geben und zu Wochenbeginn sprangen die Kurse regelrecht nach oben. Der Dax erholte sich am Montag um 5,4 Prozent und stieg über die gesamte letzte Woche um ca. 7 Prozent. Noch stärker stiegen die südeuropäischen Börsen, Spanien, Portugal & Co waren in der letzten Woche eine lohnende Investition. Doch wie kurzfristig die Hoffnung war, zeigte bereits der Freitag, als die Kurse bereits wieder auf breiter Front nachgaben. Denn plötzlich stellten die Anleger fest, dass das Problem der Schuldenkrise noch lange nicht gelöst ist und mit der Liquiditätsflutung und den historischen Rettungspaketen nun mit der Inflationsangst ein weiteres Schreckgespenst der Börsen das Parkett betritt.
Erfreulicher Wochenauftakt, auch, was unsere Prognosen hier im Wochenausblick für die laufende Woche KW 19 betrifft.
Im Dax prognostizierten wir ein Ende der Kursverluste sowie eine Konsolidierung für die laufende Woche. Mit dem heutigen Kursanstieg von 5,30 Prozent (302 Punkte) auf 6.017 Punkte sind die Kursverluste vorerst gestoppt.
Eine schwache Woche an den Aktienmärkten liegt hinter uns. Am Montag beschäftigte sich das Gros der Analysten noch mit der Frage, wann die 6.500 und anschließend die 7.000 Punkte fallen. Am Donnerstag bewegte dann die Mehrzahl der Anleger nur noch die Bange Frage, ob die 5.500 Punkte halten, nachdem es im Dow Jones einen dramatischen Kurssturz gab, der den Dow zwischenzeitlich innerhalb von Minuten um ca. 1.000 Punkte unter die 10.000er Marke abrutschen ließ. Im Sog der Dow sank der DAX im nachbörslichen Donnerstagshandel im Tief bis auf 5.565 Punkte, fing sich aber wieder und beendete die Woche sehr schwach bei 5.715 Punkten, einem Wochenminus von 6,6 Prozent entspricht.
Auch die US-Börsen fingen sich am Donnerstag nach dem Kurssturz wieder, setzten aber am Freitag den Kursrutsch fort und schlossen eine sehr schwache Woche mit einem Wochenminus von 5,7 Prozent bei 10.380 Punkten. Das die Ursache für den größten Kursrutsch des Dow Jones innerhalb eines Handeltstages vor allem auf einen “Verdrücker” eines Händlers sein soll, der Million von Billion nicht unterscheiden kann, kann ich nicht glauben. Zwar erholten sich die Kurse nach dem Kursrutsch sehr schnell wieder, fielen aber danach und auch im Laufe des Freitags deutlich weiter ab, was vielmehr als Zeichen für die generelle Unsicherheit der Anleger bzgl. des Schuldenproblems von Griechenland zu werten ist. Insbesondere, wo sich mit den Arbeitsmarktzahlen eigentlich die positiven Signale für eine weitere wirtschaftliche Erholung in den USA verstärken. Aber die Anleger interessiert momentan einfach viel mehr, ob die Schuldenkrise auf Spanien und Portugal überschwappt und zu einem massiven Problem für Gesamteuropa wird und den Euro vor eine Zerreißprobe stellt.
Wer gedacht hatte, dass sich die schlechte Stimmung der letzten Woche fortsetzt und deshalb heute Short positioniert war, dem machte der US-amerikanische ISM Index Punkt 16.00 Uhr einen Strich durch die Rechnung. Denn dieser notierte bei 60,4 Prozent, erwartet wurden lediglich Werte zwischen 59 und 59,8 Prozent.
Daraufhin legten sowohl Dow Jones wie auch DAX deutlich zu, der DAX sprang zeitweise in 5-Punkte-Schritten, notiert aktuell 74 Punkte im Plus (1,2 Prozent). In der Spitze lag er mit 6.191 Punkten fast wieder über der 6.200er Marke.
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Schock in letzter Minute.
Eine eigentlich erfolgreich geglaubte Woche endet dann doch noch mit einem deutlichen Minus, das dem DAX am Freitag ein Tagesminus von 110 Punkten (-1,8%) und einen Wochenschluss von 6.180 Zählern gebraucht hat, nachdem im Tagesverlauf noch heftig mit der 6.300er Marke gerungen wurde. Das führte dann dazu, dass für den DAX auch die gesamte Woche negativ geendet hat. |
Schuld daran war nicht nur die Asche aus Island, die den Fluggesellschaften zu schaffen macht, sondern auch die verbrannte Erde, die die 2008 ausgelöste Immobilienkrise bisher hinterlassen hat. Und das ausgerechnet beim Primus Goldman Sachs, der bisher scheinbar problemlos durch die gesamte Krise gekommen ist.
Denn wie am Freitag bekannt wurde, ermittelt nun die SEC gegen Goldman aufgrund des Verdachts, dass die Goldmänner bei verbrieften Hypothekenkrditen in 2007 in großem Stile betrogen haben. Direkt nach dem Bekanntwerden dieser Meldung ging’s weltweit mit den Indizies ordentlich abwärts. Der Dow Jones beendete den Freitagshandel mit 125 Punkten im Minus, aber immer noch oberhalb der wichtigen 11.000er Marke. Aber Anleger werden nun zunehmend vorsichtiger, weiss aktuell auch niemand, welche Investmentbanken ebenfalls im Visier der SEC sein könnten.
Der Focus verschiebt sich ab kommender Woche. Standen in den letzten Wochen eher makroökonomische Ereignisse rund um den amerikanischen Arbeits- und Häusermarkt sowie die Griechenlandkrise im Blick der Anleger, richtet sich deren Augenmerk nun auf die beginnende Berichtssaison in Amerika.
Die Marktvorgaben zum Start der Berichtssaison sind überraschend gut, hatten sich doch Anfang vergangener Woche die Stimmen verstärkt, die aufgrund überkaufter Märkte und der wieder zunehmenden Griechenlandkrise vor einer deutlicheren Korrektur gewarnt hatten. Da diese aber ausblieb, zogen die Märkte ab der Wochenmitte wieder deutlich an. So legte der Dow Jones im Wochenverlauf um ca. 0,6 Prozent auf 10.997 Punkten zu, der S&P-500 gewann ca. 1,4 Prozent auf 1.194 Punkte und der Nasdaq um 2,1 Prozent auf 2.454 Punkte. Der DAX schloss seine Handelswoche unverändert bei 6.249 Punkten.
Ob dies nun seine Fortsetzung findet, hängt wesentlich von den Unternehmensberichten ab nächste Woche ab. Die Erwartungen sind hoch, Experten erwarten Reuters zufolge im S&P-500 für das abgelaufene Q1 2010 im Durchschnitt ca. 36 Prozent höhere Gewinne als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Da lagen wir mit unseren Einschätzungen im Wochenausblick der letztlen Woche gar nicht mal so schlecht. Wie vermutet, legte der DAX weiter zu und konnte im Wochenverlauf weitere Jahreshöchststände erzielen, der Wochenschluss markierte gleichzeitig auch den Höchststand in der verkürzten Osterwoche bei 6.235 Zählern. Mit dazu bei trug ein sich deutlich erholdender US-Arbeitsmarkt, der eventuell die Trendwende geschafft hat. Die am Freitag bekannt gegebene Zahl der Beschäftigten stieg im März 2010 so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Das könnte den Dow Jones in dieser Woche sogar über die 11.000-Punkte-Marke führen und im Zuge dessen auch für diese Woche dem DAX nochmals Schwung geben.
Allerdings wird die Luft zunehmend dünner und für die nun anstehende, ebenfalls verkürzte, Handelswoche sollten Anleger eine Konsolidierung durchaus mit einplanen.