Nachdem nun S & P auch den Daumen für Deutschland senkt, steht wieder mal ein spannender und – höchstwahrscheinlich – sehr volatiler Handelstag vor der Tür. Direkt nach der Ankündigung gestern Abend ging der Dow (erwartungsgemäß) in die Knie, direkt nach der Meldung um fast 100 Punkte vom Höchststand wieder in Richtung 12.000er Marke. Zwar erholte sich der Dow dann kurz vor Handelsschluss wieder auf den Schlussstand von 12.097 Zählern, aber über nacht ging’s Hand in Hand mit den meisten asiatischen Börsen weiter abwärts. Aktuell liegt die Dow-Indikation bei ca. 12.020 Punkten.
Das lässt auch nicht sonderlich viel Gutes für den Börsenstart hierzulande erwarten. Der DAX fiel gestern nach Bekanntgabe im Späthandel zwischenzeitlich auf 6.060 Punkte zurück, schloss dann 22.00 Uhr bei ca. 6.080 Zählern. Aber nachdem auch der Dow weiter abgibt und in Asien die Kurse fallen (Nikkei aktuell mit -1,2 % unter 8.600 Punkten) wird es wohl zu Handelseröffnung erstmal weiter gen Süden gehen.
Auch der Euro ist wieder auf Tauchstation gegangen und liegt momentan bei 1,3370 US-Dollar, nachdem er gestern in der Spitze noch bei 1,3475 US-Dollar notierte. Setzen sich hier die schlechten Meldungen aus Euroland fort, dann wird er wohl wieder gen 1,33er Marke laufen, auch wenn der Dollar alles andere als stark ist.
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Heute, zum ersten Freitag des Monats, steht 14.30 Uhr wieder die US-Arbeitslosenquote auf dem Programm (Erwartungswert 9,0%). Ein Traum für jeden Daytrader, da es hier zu ordentlichen Kursbewegungen kommt.
Nachdem gestern die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe höher ausfiel, als von Analysten erwartet und auch am Mittwoch der ADP-Arbeitsmarktbericht nicht sonderlich positiv überraschte, sollten heute keine negativen Zahlen die Märkte überraschen. Denn nachdem die Märkte nach der Ankündigung neuer Geldschwemmen durch die wichtigsten Zentralbanken der Welt ein wahres Kursfeuerwerk veranstaltet haben, gibt es viel Korrekturpotential nach unten.
Seit Jahrzehnten wollen die USA runter von ihren Schulden, mit dem Ergebnis, dass es jedes Jahr mehr werden. Nur die Geschwindigkeit der Zunahme steigt stetig, darauf ist schon mal Verlass. Aber all die Kriege kosten nun mal Geld.
Nun sind es also schon mehr als 15 Billionen Dollar. (Spiegel.de: US-Schulden steigen über 15-Billionen-Dollar-Marke)
Eine Zahl mit, kurz rechnen, 12 Nullen (korrekt!) Ich musste ein Excel-Dokument zu Hilfe nehmen und hab HIER nochmal nachgeschlagen.
Es ist schon unglaublich, wie leichtfertig die heutigen “modernen” Gesellschaften ihre Zukunft verjubeln, nur um den Moment zu leben, anderen ihren Moment aufzudrücken oder aber die Sicherstellung (Öl und andere Rohstoffe) dieser Momente zu realisieren (nichts anderes sind meiner Meinung nach die von den USA überall gelebten Kriege).
15 Billionen Dollar. Wenn man diese Kohle nicht in irgendwelche Schwachsinn verblasen, sondern sinnvoll eingesetzt hätte, was hätte man tun können?
sinnvoll:
Weniger sinnvoll:
Wer hat noch bessere Ideen für sinnvolle und weniger sinnvolle Aktionen, um 15 Billionen Dollar zu verbraten? Dann Kommentar her!
Allen Unkenrufen zum Trotz wächst die deutsche Wirtschaft munter weiter. Das Statistische Bundesamt vermeldete heute für das dritte Quartal diesen Jahres ein bereinigtes Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent, das Vorquartal wurde gleichzeitig auf 0,3 Prozent (vorher +0,1%) nach oben korrigiert.
Heute fällt der Dow um aktuelle 91 Punkte. Und das wird auch langsam Zeit. Denn inzwischen haben die meisten Marktteilnehmer offensichtlich vergessen, das der Dow Anfang Oktober im Tief noch bei 10.655 Punkten notiert hat und seit dem um über 1.400 Punkte, also um über 13 Prozent zulegen konnte, wohlgemerkt in nicht mal zwei Monaten. Ohne, dass sich die fundamentalen Daten in irgendeiner Form verbessert hätten. Im Gegenteil, die Krisen in Euroland scheinen sich zu verschärfen, Regierungen treten nach und nach zurück und auch bei der Euro-Schuldenkrise ist momentan nicht klar, wie diese gelöst werden könnte.
Zu Wochenbeginn hier eine kurze Vorausschau auf wichtige Termine der Börsenwoche:
Die Unsicherheit nimmt zu, Italien, Griechenland & Co versetzt die Anleger mehr und mehr in Schockstarre, die Flucht in Sicherheit nimmt zu.
Und Sicherheit, so scheint es, ist nur noch in deutschen Rentenpapieren zu finden. Der Bund-Future eröffnet heute deutlich über 139, das Tageshoch liegt bisher bei 139,34 Zählern. Besser ist Angst und Unsicherheit nicht auszudrücken.
Zu Wochenbeginn hier eine kurze Vorausschau auf wichtige Termine der Börsenwoche:
Montag:
Dienstag:
Mittwoch:
Donnerstag:
Freitag:
Feiertag in den USA
Update I: 9,0 Prozent sind es geworden. Leicht besser als erwartet, aber die große positive Überraschung blieb aus. Dementsprechend ist der (Aktien)markt direkt nach den Zahlen leicht angesprungen, verliert aber seitdem kontinuierlich. Gegenläufiges Bild am Rentenmarkt. Nach der Bekanntgabe fiel der T-Note leicht, inzwischen gibt er aber wieder Gas und liegt deutlich über der 130er Marke. In die Details der Zahlen muss ich später mal schauen.
Heute 13.30 Uhr gibt es die US-Arbeitslosenzahlen für den Oktober 2011, die momentan wohl wichtigste volkswirtschaftliche Kennzahl des Monats.
Der Erwartungswert liegt bei 9,1 – 9,2 Prozent, nach 9,1 Prozent aus dem Vormonat. Sinkt die Arbeitslosenquote nachhaltig, dann können wir heute eine kleine Rallye am Aktienmarkt erwarten, denn auf Entspannung am US-Arbeitsmarkt wartet momentan so ziemlich jeder. In wenigen Minuten geht’s los. Für den Daytrader gibt es dann immer ordentlich Bewegung.
Zu Wochenbeginn hier eine kurze Vorausschau auf wichtige Termine der Börsenwoche:
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Jetzt haben wir den Salat. Was die hohe Politik als Rettung feiert, kann wohl nur noch als absolutes Desaster verstanden werden. Die Banken verzichten (mehr oder weniger freiwillig) durch einen Anleihetausch auf die Hälfte ihrer Griechenlandforderungen, frei nach dem Motto: “lieber den Spatz auf der Hand, als die Taube auf dem Dach”.
Der soeben veröffentlichte ifo Geschäftsklimaindex für den Oktober 2011 signaliert eine weitere Abschwächung der deutschen Wirtschaft. Er notiert bei 106,4, nachdem er im Vormonat noch bei 107,5 Punkten lag. Die Erwartungen lagen aber noch ein kleines Stück niedriger, bei 106,3 Punkten, somit führte die Veröffentlichung es an den Märkten zu keiner Enttäuschung.