Archive for 'Handelsstrategien'

Regelmäßige Leser werden bei der Verfolgung meiner Trades festgestellt haben, dass ich in letzter Zeit immer stärker meine Vorliebe für Trailing-Stops entdecke. Das bietet sich für mich umso mehr an, da ich nur morgens vor der Arbeit und abends nach der Arbeit trade. So kann ich eingegangen Positionen einerseits direkt absichern, andererseits aber auch an Kursanstiegen im Tagesverlauf partizipieren, da der Stop einem positiven Kursverlauf automatisch folgt.


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Die Märkte fallen kontinuierlich weiter und inzwischen scheint der Weltuntergang als ziemlich sicher. Zumindest der Untergang der kaptialistischen Ordnungssysteme, wie wir sie in der westlichen Welt kennen.

Und zugegebenermaßen, oftmals habe ich hier in das gleiche Horn gestoßen und bin auch weiterhin ein absoluter Kritiker der exorbitanten Megaverschuldungsorgien der westlichen Welt, als gäbe es tatsächlich kein Morgen – bzw. keine nachfolgenden Generationen, die den ganzen Mist irgendwann bezahlen müssen – mehr.

ABER: Wann ist die Welt mal nicht untergegangen?

Und vor allem: Immer wenn die Welt tatsächlich scheinbar unterging, gab es Vermögenswerte, die nicht in gleichem Maße mit untergingen. Wer vor 100 Jahren eine Siemens-Aktie hatte, der hat die – werthaltig – immer noch, auch wenn die zugrunde liegende Währung inzwischen mehrfach gewechselt ist und auch mehrere Krisen, Aktiencrashs, Rezessionen etc. die Welt erschütterten.

Als wer aber jetzt nicht unbedingt diesen Trends des totalen Zusammenbruchs unserer Systeme folgt, dem tut sich momentan im Blue Chip-Bereich!! ein wahrer Dividendenhimmel auf. Wohlgemerkt, falls wir nicht vom Zusammenbruch – und damit einhergehend – totalen Einbruch der Unternehmensgewinne ausgehen.

Wann gab es das zuletzt, eine Allizanz mit einem KGV von ca. 6 und einer Dividendenrendite von über 7 Prozent?

Deutsche Bank, KGV von ca. 5 bei Dividendenrendite von fast 4 Prozent.

Deutsche Post, KGV von ca. 8 bei Dividendenrendite von 7 Prozent.

Deutsche Telekom, KGV von 10 bei Dividendenrendite von über 8 Prozent.

Wohlgemerkt, die Gewinne müssten zumindest auf Vorjahresniveau bleiben. Aber betrachtet man sich die Geschäftsmodelle dieser DAX-gelisteten Blue-Chips, dann werden die Deutschen nicht einfach aufhören, zu telefonieren bzw. Pakete zu verschicken. Und auch versichert bleiben werden die meisten.

Also, ich glaube, der Tiefstpunkt beim aktuellen Kursverfall haben wir noch nicht gesehen. Aber inzwischen sollte man sich - als langfristig ausgerichteter und nicht zu negativ eingestellter Anleger – mal mit dem ein oder anderen DAX-Wert beschäftigen. Ich hab’s getan und werde ggfs. hier mal meine Käufe der letzten Tage einstellen

Noch interessanter wird’s beim Blick auf MDAX und SDAX. Aber dafür fehlt mir momentan (leider) einfach die Zeit.

Disclaimer beachten!

München, 20:45 Uhr: Langfristig ist ja eigentlich nicht so mein Ding, eine langfristige Investition beginnt bei mir eigentlich schon ab 2 Tagen. Trotzdem hab ich mir – warum auch immer – mal den Euro/US-Dollar-Kursverlauf der letzten 2 und 10 Jahre angesehen und eine recht interessante Entwicklung entdeckt.

Im Zweijahresverlauf nähern wir uns in einem steigenden Trendverlauf zügig dem Widerstandsbereich bei ca. 1,4250 US-Dollar, hier markierte der Euro ein Zwischenhoch im November 2010.

Euro/US-Dollar 2-Jahre

Euro/US-Dollar 2-Jahre

Und aktuell nähert sich der Euro/US-Dollar-Kurs wieder schnell dieser Marke. Sollte der Euro diesen Widerstand überwinden, lässt der längerfristige 10-Jahres-Chart keine weiteren signifikanten Widerstandsmarken bis in den Bereich von 1,4340 US-Dollar erkennen, erst dort verläuft die obere Begrenzungslinie des langfristigen Abwärtstrends (im Bild des 10-Jahres-Charts zu erkennen).

Wird andererseits der Widerstandsbereich bei 1,4250 US-Dollar nicht geknackt, dann kann’s auch mal ordentlich korrigieren. Aktuell ist im 10-Jahres-Chart ein Dreick zu erkennen, in den der Chart hineinläuft.

Euro/US-Dollar 10-Jahre

Euro/US-Dollar 10-Jahre

Durchbruch oder nachhaltige Korrektur ist hier die Frage? Dies wird wohl in erster Linie davon abhängen, welche Zentralbank als erstes ein Abkehr von der Politik des billigen Geldes einläutet, hier favorisiere ich ganz klar die EZB. Denn die Amerikaner werden sich weiter hüten, die kleinste Erholung ihrer Wirtschaft durch einen steigenden Leitzins direkt wieder abzuwürgen. Scheiß auf Inflation…

Frankfurt, 08:30 Uhr: Ich muss mal ein kurzes Zwischenfazit ziehen, nachdem gestern  die Idee zum Tagestrade wieder goldig lief.

Short gegangen bin ich (leider wie immer nur theoretisch) bei 7.076 Punkten, hatte meinen Short bei 7.110 Punkten mit Stopp abgesichert bei gleichzeitiger Platzierung meines Kauf bei 7.056 Zählern. Und – wie man es sich wünschen würde – ging’s direkt nach der Orderaufgabe direkt durch und die Order wurde ausgelöst, was unter Strich einen Gewinn von 20 Ticks erbrachte. Da ich das Ganze ja nur für mich zu Trainings- (und Spass-)zwecken mache, hab ich leider nix erlöst. Denkt man aber den Trade weiter, z.B. “nur” mit zwei F-DAX-Kontrakten, dann wären das schon mal nette 1.000 Euro in paar Minuten gewesen…

Betrachtet man sich den weiteren Kursverlauf des gestrigen Tages, dann ging’s sogar im Tief bis auf 7.010 Punkte abwärts. Um mir ein wenig den Morgen zu versauen, führe ich meine theoretische Rechnung fort. Hätte ich nun mit einem Trailing-Stopp gearbeitet und deshalb den Trade – sagen wir mal – bis in die Richtung 7.020 Punkte (Optimum holt man eh nie raus) treiben können, wären mir doch glatte 56 Ticks Plus verblieben. Wieder mit 2 F-DAXEN gerechnet wären das für gestern mal schlappe 2.800 Euro gewesen…

Wie gesagt, alles theoretische Rumrechnerei. Denn betrachte ich mal die Historie meiner Papertrades hier für die letzten, zwei, drei Monate, dann komme ich schon ins Grübeln ala, “Was wäre da so alles drin gewesen”. Aber das bringt auch nix…

Ein zweites Wort noch zu meinem Value-Depot, dort hatte ich mir ja unlängst die RWE reingelegt. Tja, was soll ich dazu sagen…

So, liebe Leute. Ich dürfte wohl in den letzten Tagen zum Master of Papertrades geworden sein, so viel probiere ich aktuell grad rum. Vereinzelte Sachen stelle ich ja hier im Rahmen meiner Tages-Tradingideen rein, darüber hinaus probiere ich aber auch grad paar andere Sachen aus bzw. versuche mich da einzulesen.

So lässt mir u.a. grad eine spezielle Form des Swing-Trading keine Ruhe, darüber hinaus lese ich mich grad intensiv im Bereich Point and Figure – Charts ein wenig tiefer in die Materie ein.


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Und wieder einmal zeigt sich, wie gut und wichtig doch so ein gesetztes Stopp-Loss-Limit ist. Ansonsten hätte es mich an meinem ersten Versuchstag zu den “Tagestrading-Ideen” gleich mal anständig zerlegt.

Zur Erinnerung:  Den gestrigen Tag hab ich mit einer Short-Position im Bund-Future eröffnet, die Order direkt zur Eröffnung platziert, was zu einem Ausführungskurs von 133,25 (noch Septemberkontrakt) führte. Den Stopp hab ich gleich bei Positionseröffnung bei 133,45 platziert, mein Ziel war die Runde Marke von 133, denn an derartigen Marken dreht der Verlauf meist. Wobei hier wieder zu streiten wäre, ob Zielmarken überhaupt sinnvoll sind, oder ob man einfach solange Stopps nachzieht, bis man irgendwann gefillt wird. Sei’s drum, Thema für einen anderen Beitrag.


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… oder auch einfach großer Verfallstag genannt. Denn es ist mal wieder der dritte Freitag am Quartalsende. Jeweils am dritten Freitag eines März, Juni, September oder Dezember verfallen an der Terminbörse Eurex eine Reihe von Terminkontrakten, so u.a.:

  • Futures und Optionen der STOXX-Familie (Verfall zwischen 11.50 und 12.00 Uhr)
  • Futures und Optionen auf DAX, TecDAX (Verfall 13.00 Uhr) und MDAX (Verfall 13.05 Uhr)
  • Optionen auf Aktien (17.30 Uhr)

Zu den angegebenen Verfallszeiten werden dann die Abrechungspreise bestimmt, zu denen die Optionen und Futures jeweils abgerechnet werden.

Das bedeutet, dass heute wieder mit sehr starken Kursausschlägen gerechnet werden kann, denn am Verfallstag versuchen die großen Marktteilnehmer, die Kurse in für sie günstige Abrechnungsrichtungen zu bewegen, weshalb für den Otto-Normal-Anleger an solchen Tagen äußerste Vorsicht angebracht ist. Zum Teil sind die Kursbewegungen am großen Verfallstag auch nicht rational, da nicht fundamental sondern von individuellen Abrechnungserwägungen einzelner Marktteilnehmer geprägt.


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Start einer neuen Artikelreihe, in der wir regelmäßig Begriffllichkeiten aus der Finanzwelt erklären möchten.

Heute als erstes einen Ordertyp, der sich gerade in den aktuellen stark schwankenden Märkten zu einem meiner absoluten Favouriten entwickelt hat. Der sich auch für all diejenigen empfiehlt, die neben der Arbeit recht wenig Zeit für das Trading aufbringen können, sich deshalb in ihrem Setup nicht permanent mit der Überwachung ihrer Orders beschäftigen können.


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