Archive for 'Allgemein'

Nachdem China heute angekündigt hat, die Bindung des Renminbi an den Dollar zu lockern, ist dies das ganz große Thema heute in allen Gazetten und Finanzblogs.

FTD: “Was die Renminbi-Aufwertung bringt

FT Alphaville: Renminbi variations

Forbes.com “Currency Regime Change In Beijing: What It Means”

Alle Welt fragt sich: ”Gibt es tatsächlich einen Schwenk in der chinesischen Währungspolitik?”. Seit Jahren schon halten die Chinesen ihre Währung künstlich schwach um so den eigenen Export zu pushen, was ja bisher offensichtlich auch ganz gut gelungen ist, die exorbitanten Devisenreserven und auch die Außenhandelsüberschüsse sowie Exportquoten sprechen hier ja eine ganz klare Sprache.

Kritisiert wird die Währungspolitik schon lange, besonders Amerika drängt auf ein ”Einlenken” Chinas, d.h. den Renminbi entweder aufzuwerten oder – noch besser - frei gegen den Dollar konvertieren zu lassen. Ganz klar: Amerika, die ja eh am “Finanzierungstrop” China hängen (China ist inzwischen vor Japan größter Käufer von amerikanischen Schuldtiteln) würde sich gern etwas befreien von der Überflutung von chinesischen Billigimporten, der Abwanderung teurer amerikansicher (Produktions)arbeitsplätze nach China, würde gerne selber wieder mehr Exporteur sein. Und als logische Folge auch das Außenhandelsdefizit gegenüber China reduzieren, was gleichzeitig dazu führt, dass weniger Dollars von US-Konsumenten nach China wandern und dort den Devisenberg weiter erhöhen.


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Alle Jahre wieder die gleiche Zeremonie bei ebay: Versteigert wird ein Abendessen mit Investorenlegende Warren Buffett. Dort kann man endlich mal all die Fragen loswerden, die sich schon immer stellen, z.B. wie schaffe ich es, endlich mal mit Aktien Geld zu verdienen…

Der Großmeister jedenfalls schafft das nun schon kontinuierlich und überdurchschnittlich seit Jahrzehnten.


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Eine schwache Woche an den Aktienmärkten liegt hinter uns. Am Montag beschäftigte sich das Gros der Analysten noch mit der Frage, wann die 6.500 und anschließend die 7.000 Punkte fallen. Am Donnerstag bewegte dann die Mehrzahl der Anleger nur noch die Bange Frage, ob die 5.500 Punkte halten, nachdem es im Dow Jones einen dramatischen Kurssturz gab, der den Dow zwischenzeitlich innerhalb von Minuten um ca. 1.000 Punkte unter die 10.000er Marke abrutschen ließ. Im Sog der Dow sank der DAX  im nachbörslichen Donnerstagshandel im Tief bis auf 5.565 Punkte, fing sich aber wieder und beendete die Woche sehr schwach bei 5.715 Punkten, einem Wochenminus von 6,6 Prozent entspricht.

Auch die US-Börsen fingen sich am Donnerstag nach dem Kurssturz wieder, setzten aber am Freitag den Kursrutsch fort und schlossen eine sehr schwache Woche mit einem Wochenminus von 5,7  Prozent bei 10.380 Punkten. Das die Ursache für den größten Kursrutsch des Dow Jones innerhalb eines Handeltstages vor allem auf einen “Verdrücker” eines Händlers sein soll, der Million von Billion nicht unterscheiden kann,  kann ich nicht glauben. Zwar erholten sich die Kurse nach dem Kursrutsch sehr schnell wieder, fielen aber danach und auch im Laufe des Freitags deutlich weiter ab, was vielmehr als Zeichen für die generelle Unsicherheit der Anleger bzgl. des Schuldenproblems von Griechenland zu werten ist. Insbesondere, wo sich mit den Arbeitsmarktzahlen eigentlich die positiven Signale für eine weitere wirtschaftliche Erholung in den USA verstärken. Aber die Anleger interessiert momentan einfach viel mehr, ob die Schuldenkrise auf Spanien und Portugal überschwappt und zu einem massiven Problem für Gesamteuropa wird und den Euro vor eine Zerreißprobe stellt.


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Zahl des Tages: 14.159

Nein, nein. Das ist weder der Stand des Nikkei noch der vom Dow (schön wär’s, oder?).

Das ist meine Zeit in Sekunden, die ich am Sonntag beim Hamburg-Marathon hingelegt habe, meinem ersten Marathon überhaupt. Also 14.159 Sekunden = 3h 55 min 59 sec.

Not to bad für den Allerersten ;-)

Leider muss ich feststellen, dass es an den Märkten heute ordentlich nach unten ging, der DAX wieder unter 6.200. Und auch der Euro wieder ordentlich schwach. Viel Zeit zum Lesen hatte ich die letzten beiden Tage nicht, vermute aber (wie könnte es anders sein), es gibt wieder ordentlich schlechte Nachrichten um das leidige Thema Griechenland. Naja, werde jetzt mein Wissensdefizit der letzten beiden Tage ausgleichen und mal ordentlich nachlesen.

Und wow, wie krass. Der BUND über 125, was ist denn da heute noch so rausgekommen? Wurde Griechenland jetzt geschlossen?

Auch (oder gerade) die an den wilden Kapitalmärkten aktiven Akteure brauchen einen Ausgleich. Und deshalb mache ich mich jetzt auf den Weg nach Hamburg, um dort den Hamburg-Marathon (hoffentlich) erfolgreich zu finishen.

Deshalb hier erst nächsten Mittwoch wieder Aktivität. Nichtsdestotrotz: Bleibt mir treu ;-)

Bezüglich unserer Meinung zu den führenden Investmentbanken und deren Quartalsergebnissen Q1/2010 liegen wir weiter goldrichtig. Schon frühzeitig haben wir auf ein Comeback der Investmentbanken spekuliert und haben diese als Quartalsgewinner ausgemacht. Und JP Morgan und die Bank of America haben uns hier letzte Woche auch nicht enttäuscht, im Gegenteil, haben mit überraschend hohen Quartalsgewinnen überrascht.

Und heute bestätigt mit der Citigroup eine weitere (die einstmals nach Börsenbewertung größte) amerikanische Großbank diesen Trend, dass mit billigem und unbegrenzt zur Verfügung stehenden Geld einfach noch viel mehr Geld zu verdienen ist. Analysten gingen für das erste Quartal von einer schwarzen Null aus, geworden sind’s tatsächlich 4,4 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn. Die Einnahmenseite lag mit über 25 Millarden US-Dollar um mehr als 5 Milliarden Dollar über den Analystenerwartungen.

Bleibt nun abzuwarten wie morgen die Zahlen bei Goldman aussehen werden, diese hatten ja in den letzten Tagen für ordentlich Wirbel gesorgt.

Interessant, wie sich die Befindlichkeiten innerhalb kürzester Zeit ändern können, wie heftig das Pendel immer in die eine oder die entgegengesetzte Richtung ausschlägt. Klar, dazu tragen die Medien in all ihren Formen das ihre bei. Aber z.B. am Falle Griechenland’s auch in hohem Maße politische Befindlichkeiten, Markteinschätzungen, Spekulation, Gier, Angst etc., etc.


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Zum Gründonnerstag gab’s noch einen neuen DAX-Jahreshöchststand bei 6.238 Punkte im Tagesverlauf, der Schluss lag eben bei 6.235 Punkten. Damit geht’s versöhnlich ins Osterwochenende.

Bleibt anzumerken, dass wir mit 6.235 Punkten im DAX nun genau wieder da stehen, wo der DAX vor der Lehman-Pleite stand, mit der die Finanz- und dann irgendwann auch Wirtschaftskrise in 2008 begonnen hat.

Also kann ab jetzt eigentlich alles nur besser werden, oder? In dem Sinne wünsche ich allen Lesern erholsame Osterfeiertage!

Bereits früher schon war die Aktie von Golden Ocean Group aus Norwegen einer der Favouriten der Anleger und verzückte 2008 die Anleger mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 0,5, was die Aktie zu einer der billigsten europäischen Werte – gemessen am KGV – machte.

Dann traf die Weltwirtschaftkrise  den Besitzer von 9 Capesize-Handelschiffen, zehn Panamax-Schiffen und 11 kleineren Transportschiffen besonders hart und die Anleger zeigten der Aktie den Rücken, es ging abwärts von über 5 Euro bis auf einen Tiefststand bei Kursen um 0,45 Euro.


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Wochenausblick KW 12 / 2010

Dow Jones 19032010

Dow Jones 15.03.-19.03.2010

Letzten Freitag riss sie dann doch, die Gewinnserie im Dow Jones. 0,4 Prozent schwächer bei 10.741  Punkten ging der Dow aus dem Freitagshandel, damit endete die Serie von vorher 8 Gewinntagen in Folge. Auch der Nasdaq und der S&P-500 gaben am Freitag nach.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es in den letzten beiden Wochen eine ordentliche Rallye an den Märkten gegeben hat, in Folge dessen auch der DAX deutlich zulegen konnte und auf ein Wochenhoch von 6.041 Punkten anstieg. Aufgrund der schwächeren US-Börsen lag der Wochenschluss jedoch wieder unter der 6.000er Marke bei 5.982 Zählern.

Wie bereits die letzten Wochen und Monate, so ist der Handel an den Aktienmärkten wie auch den Renten und Devisenmärkte weiterhin geprägt um die Spekulationen Griechenland.

Euro/US-Dollar 15.03.-19.03.2010

Euro/US-Dollar 15.03.-19.03.2010

Hatte sich der Euro in den letzten Woche wieder bis auf 1,3810 US-Dollar ein wenig erholt, so gings gegen Ende letzter Woche wieder deutlich gen Süden auf ein Freitagsschluss von 1,3534 US-Dollar.

So lange, wie nicht endlich wieder eindeutig Beruhigung in das Thema Griechenland kommt und sich europäische Spitzenpolitiker weiter die Verantwortung für die Situation sowie für mögliche Auswege aus der Krise immer schön gegenseitig zuschieben, sollte man nicht auf eine nachhaltige Euroerholung setzen.

Profiteur der gegenwärtigen Unsicherheit rund um die Griechenlandsitutation ist ganz klar der deutsche Rentemarkt rund um Bund, Bobl & Co., d.h. die Anlage in vermeintliche Sicherheit hält weiter an.  So konnte in der letzten Woche der Bund-Future Juni 2010  fast den Kontraktgap zum verfallenen Märzkontrakt schließen und ein Kontrakthoch bei 123,36  erzielen.


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Was sticht nach dem gestrigen Handelstag ins Auge?

Zum einen natürlich der Zinsentscheid der FED gestern abend, der wenig überraschend ausfiel. Es bleibt alles beim Alten, die Zinsen nahe Null (0,25%-Korridor) und so schnell wird es wohl auch keine Erhöhung geben. Die Aktienmärkte regierten erleichtert und stiegen kräftig, ebenso auch die Rentenmärkte, die steigende Leitzinsen auch gar nicht mögen.

Aber wie es an den Rentenmärkten nach oben geht (bzw. gestern ging), dass ist doch schon aller Ehren wert. Nachfolgend mal die Charts vom T-Note und vom Bund, jeweils der Zweitageschart mit 5-min-Balken. Gut zu sehen also der gestrige Tag.

T-Note_16032010

T-Note-Future am 16.03.2010 und 17.03.2010 – 2-Tageschart mit 5-min-Balken

Bund16032010

Bund-Future am 16.03.2010 und 17.03.2010 – 2-Tageschart mit 5-min-Balken

Sehr schön sind die Ausbrüche direktnach der Bekanntgabe des Zinsentscheids zu sehen, beide Futures brechen nach oben aus.


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Eine ganze Reihe von Zahlen stand heute auf dem Plan. Los ging’s bereits 11.00 Uhr mit dem aktuellen ZEW Konjunkturindikator für den März 2010. Dieser lag mit 44,5 deutlich über dem Erwartungswert von 43.

13.30 Uhr gab’s dann Zahlen aus den USA. Und zwar standen an:

- US-Wohnbaubeginne Februar 2010

- US-Wohnbaugenehmigungen Februar 2010

- US-Einfuhrpreise Februar 2010

- US-Ausfuhrpreise Februar 2010

Sowohl Wohnbaubeginne (0.57 Mio) wie auch Wohnbaugenehmigungen (0.61 Mio) lagen exakt im Rahmen der Erwartungen. Die Einfuhrpreise lagen ganz, ganz leicht unter den Erwartungen.

Also ingesamt recht konjunkturfreundliche Nachrichten aus Deutschland und Übersee. Die Aktienmärkte auch dementsprechend gut im Plus. Einzig was ich mit meinem begrenzten Hirn mal wieder nicht nachvollziehen kann, ist, wieso die Rentenmärkte seit ca. 2 Stunden ununterbrochen steigen. Hab ich irgendwas verpasst? Zumal heute in einem schönen Interview mit Douglas Casey nachzulesen ist, was wir in Zukunft von inflationärer Seite zu erwarten haben und weshalb man genau deswegen Anleihen nicht mehr anfassen sollte.

Ich begreif’s einfach nicht…