Paion AG: Der Schock für die Anleger – Aktie vorbörslich weiter schwach…

11. Februar 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

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Das ist die Horrorbilanz des gestrigen Tages für den Paion-Aktienkurs, nachdem das Biotechnologie-Unternehmen den Abbruch der Europäischen Remimazolam Phase-III-Studie bei Herzchirurgie-Patienten gemeldet hat. Als Begründung gab Paion an, das es „aufgrund des komplexen Studiendesigns in der Herzchirurgie Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Herzpatienten gab“. Weshalb in der Folge das Studiendesign nicht adäquat in die klinische Praxis übertragen werden konnte. Eine ausschließliche Fortführung des Studiendesigns wäre dagegen eine langwierige und teure Aktion mit unsicherem Ausgang gewesen.

Nun will das Unternehmen unter Einbeziehung anerkannter Experten an einem alternativen Studiendesign in der allgemeinen Chirugie arbeiten. Außerdem weist Paion ausdrücklich darauf hin, dass die Entscheidung nur die Europäische Studie betrifft und keine Auswirkungen auf das US-Programm hat.

Nützt aber alles nichts, die Anleger ziehen geschockt die Reißleine und verkaufen massenweise Paion-Aktien. Denn mit dem Abbruch verbinden die Anleger auch die Angst, dass das Unternehmen nun Finanzierunbsprobleme zur Neuauflage einer weiteren Studie bekommen könnte und evtl. den Kapitalmarkt anzapfen muss.

Und so kam es, wie es kommen musste: Die Paion-Aktien rauschten gestern kräftig ab. Bereits zu Handelsbeginn deutete sich das Drama an, die Aktien starteten in den Handel bereits mit einem kräftigen Minus von knapp 25 Prozent, was dann im weiteren Handelsverlauf immer weiter ausgebaut wurde, bis die Aktien mit einem Tagesverlust von -36,75 Prozent bei 1,24 Euro schlossen.

Vorbörslich deutet sich heute keine sonderlich große Kurserholung an, die Aktien werden aktuell nur marginal höher bei 1,27 Euro taxiert.


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