Vonovia: Frist für Deutsche Wohnen wird verlängert, Mindestschwelle gesenkt

26. Januar 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

Noch kein Ende in Sicht ist beim Übernahmekampf der Deutsche Wohnen AG durch den Pranchenprimus Vonovia. Vonovia hatte Ende letzten Jahres 14 Milliarden Euro geboten, um die Nummer zwei am deutschen Wohnungsmarkt übernehmen zu können. Damit die Übernahme doch noch gelingt, hat die im DAX gelistete Vonovia (vormals Deutsche Annington) jetzt die Annahmefrist für die Aktionäre der Deutsche Wohnen AG bis zum 9. Februar verlängert. Ursprünglich galt das Angebot nur bis heute.

Ebenfalls gesenkt hat Vonovia die Mindestannahmeschwelle. Bisher sollte die Übernahme stattfinden, wenn 57 Prozent der Deutsche-Wohnen-Anteilseigner dem Angebot zustimmen. Da aber die erforderliche Quote nur schwerlich zu erreichen ist, wurde die Quote jetzt auf 50 Prozent gesenkt. Damit will Vonovia sicherstellen, dass am Ende der Annahmefrist die erforderliche Mehrheit von 50 Prozent plus einer Aktie für die Übernahme erreicht werden kann.

Der Vorstand der Deutsche Wohnen AG wehrt sich weiter gegen den aus seiner Sicht feindlichen Übernahmeversuch und emfpieht den eigenen Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen.

An der Börse verlieren die Aktien der im DAX gelisteten Vonovia SE heute 1,8 Prozent auf 27,14 Euro und liegen damit im letzten Drittel des DAX. Aktien der im MDAX gelisteten Deutsche Wohnen AG liegen ebenfalls 1,8 Prozent im Minus bei 23,75 Euro.


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Ein Kommentar auf "Vonovia: Frist für Deutsche Wohnen wird verlängert, Mindestschwelle gesenkt"

  1. […] Doch das scheint aktuell der einzige Konsenz zu sein, der zu finden ist. Denn dem Vorstand der Deutsche Wohnen AG gefällt die Übernahme gar nicht, wohl auch nicht der Mehrzahl der Aktionäre der Deutsche Wohnen. Denn so muss man es wohl verstehen, dass sich letzten Dienstag Vonovia veranlasst fühlte, sowohl die Annahmefrist für das Übernahmeangebot zu verlängern sowie die Mindestannahmeschwelle zu senken. Offenbar ist es bis zum Auslaufen der offiziellen Annahmefrist letzten Dienstag nicht gelungen, die notwendige Anzahl an Aktien zusammmen zu bekommen. Jetzt wurde die Quote auf 50 Prozent plus eine Aktie gesenkt, die bis zum 9. Februar von den Deutsche Wohnen – Aktionären angedient werden müssen (nochmal zum nachlesen hier). […]

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