Trotz Tiefstkursen: Experten sehen bei Commerzbank-Papieren nur wenig Kurspotential – Kursziel wird deutlich gesenkt

22. Januar 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

Die Aktien von Deutschlands zweitgrößter Privatbank befinden sich weiter im freien Fall. Auf Jahressicht haben Commerzbank-Aktien 30 Prozent an Wert verloren, auf Sicht von fünf Jahren knapp 80 Prozent. Im DAX haben nur Papiere von RWE in den letzten fünf Jahren schlechter performed. Die aktuellen Kursniveaus, heute notieren Commerzbank-Aktien rund zwei Prozent höher bei 7,80 Euro, gab es zuletzt vor rund 20 Jahren. Rechnet man den Reverse-Split vom April 2013 im Verhältnis 10:1 raus, befänden sich die Aktien aktuell mit 78 Eurocent auf Pennystock-Niveau. Ein Drama. Denn berücksichtigt man den Reverse-Split, dann haben Commerzbank-Papiere zu Spitzenzeiten um das Jahr 2000 um die 250 Euro gekostet.

Damit müssten Commerzbank-Aktien doch auf den aktuellen Kursniveau irgendwann auch mal wieder deutlich zulegen können, zumal die Zahlen der letzten Quartale nicht wirklich schlecht waren und die Commerzbank dieses Jahr sogar mal wieder eine kleine Dividende ausschütten will. Aber davon sind die Anleger wohl weiter nicht überzeugt, wie der Blick auf den Aktienkurs zeigt.

Und auch die Analysten sind weiterhin nicht davon überzeugt, dass Commerzbank-Papiere, trotz der aktuellen Niedrigniveaus, schnell wieder steigen könnten.  So äußern sich heute die Analysten von Independent Research zurückhaltend bezüglich der zukünftigen Perspektiven, auch wenn sie die jüngsten Kursverluste für übertrieben halten. Besonders die im Branchenvergleich niedrige Eigenkapitalrendite stört die Experten. Deshalb empfehlen Independent Research Commerzbank-Papiere lediglich mit „Halten“ und senken das Kursziel deutlich von bisher 10,20 auf nur noch 8,50 Euro.

Nach dem heutigen leichten Kurszuwachs auf 7,80 Euro ergäbe sich damit ein theoretisches Kurspotential von rund 9 Prozent.


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