K+S AG: Weiter abwärts nach Potash-Zahlen – Aktie im charttechnisch brisanten Bereich

28. Januar 2016 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

Weiter abwärts geht es mit den Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers K+S. Heute verlieren die Papiere in einem insgesamt schwächeren Gesamtmarkt 1,7 Prozent auf 19,56 Euro und rutschen damit auf das Zwischentief aus dem Jahre 2014 und damit in Richtung einer sehr wichtigen charttechnischen Marke. Denn dieser Bereich um die 19,50 Euro markiert gleichzeitig eine wichtige Unterstützungszone. Hält diese nicht, könnten weitere Abgaben bis in den Bereich um 17,30 Euro drohen, dem Tief aus dem Jahre 2013.

Der Auslöser für die heutige Kursschwäche, nachdem K+S-Aktien zumindest kurzfristig wieder die 20-Euro-Marke zurückerobern konnten, ist die angekündigte Dividendenkürzung beim Rivalen Potash. Der hatte heute bekannt gegeben, angesichts des fortgesetzten Preisverfalls bei Düngemitteln und einer schwächeren Entwicklung in Schwellenländern erstmalig seit dem Börsengang im Jahr 1989 die Dividende kürzen zu müssen. Nun sollen die Aktionäre im Schlussquartal mit 0,25 USD pro Aktie 34 Prozent weniger Ausschüttung erhalten.

Der Umsatz bei Potash sank im letzten Jahr um 12 Prozent auf 6,3 Milliarden USD, der Gewinn ging sogar um 17 Prozent afu 1,27 Milliarden USD zurück.

Das weckt nun die Sorge bei K+S-Aktionären, dass auch ihr Unternehmen bei den bevorstehenden Zahlen schwächeln könnte. Denn der Preisverfall bei Düngemitteln dürfte natürlich auch K+S belasten, zudem sorgt der extrem milde Winter für keine großen Sprünge beim Absatz mit Streusalz.

Und nicht wenige Anleger werden sich beim Blick auf den aktuellen Kurs das Potash-Übernahmeangebot zurücksehnen, als die Kanadier für eine K+S-Aktie mit 41 Euro mehr als das doppelte des jetztigen Kurses geboten hatten. Und das K+S-Management die Offerte mit der Begründung ablehnte, der gebotene Preis spiegele nicht die wahre Bewertung von K+S wider…


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