Vorsicht: Kurssturz voraus: Epigenomics muss Prognose kräftig korrigieren – Aktie vorbörslich bereits -50 Prozent

5. November 2015 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

Glaubt man jetzt um diese Uhrzeit (07:00 Uhr) der vorbörslichen Indikation, dann zeichnet sich zum Handelsstart ein wahres Blutbad bei den Aktien des Molekulardiagnostik-Unternehmens Epigenomics ab. Das Unternehmen hat heute vorbörslich den Finanzausblick für das Gesamtjahr 2015 deutlich nach unten reduziert, nachdem von der FDA weitere Daten vor der Zulassung des Bluttest zum Darmkrebs-Screening angefordert wurden.

Zwar soll der Umsatz in 2015 mit 1,5 Millionen Euro noch über den Vorjahreswerten liegen, allerdings weit unter den bisher prognostizierten 3 bis 4 Millionen Euro. Von Januar bis September wurden bis jetzt lediglich 1,3 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Das Ergebnis vor Steuerung und Zinsen soll am unteren Rand oder unter der bisherigen Prognosebandbreite von -10 bis -11 Millionen Euro liegen. Dagegen liegt der Barmittelverbrauch am oberen Rand bzw. leicht über der bisherigen Prognose von 9,5 bis 10,5 Millionen Euro.

Der Vorstand von Epigenomics zeigte sich nach der Entscheidung der FDA deutlich enttäuscht, kündigt aber gleichzeitig an, „alleAnstrengungen zu unternehmen, um die offenen Fragen schnellstmöglich zu beantworten“.

Den Anlegern dürfte diese Nachricht heute zu Handelsstart absolut nicht gefallen. Denn Epigenomics setzt fast alles auf die Zulassung von Epi proColon und hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass Entscheidung der FDA eine wesentliche Auswirkung auf das Erreichen bestimmterFinanzziele für 2015 haben wird. Allerdings ist die vorbörsliche Indikation, die aktuell angezeigt wird, doch ausgesprochen heftig. Gestern beendeten die Aktien den Handel fast unverändert bei 5,10 Euro. Die aktuelle vorbörsliche Indikation liegt bei 2,50 Euro und damit rund 50 Prozent unter dem Vortagesschluss. Aktionäre von Epigenomics sollten sich also heute zum Handelsstart gut anschnallen.

 


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2 Kommentare auf "Vorsicht: Kurssturz voraus: Epigenomics muss Prognose kräftig korrigieren – Aktie vorbörslich bereits -50 Prozent"

  1. […] Der starke Kursrückgang Anfang November resultiert hauptsächlich aus der notwendig gewordenen Prognoseanpassung, nachdem von der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA weitere Daten vor der Zulassung des Bluttest zum Darmkrebs-Screening angefordert wurden. Damals senkte das Unternehmen die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2015 von 3 bis 4 Millionen Euro auf nur noch 1,5 Millionen Euro und erwartet das Jahresergebnis nur noch am unteren Rand oder unter der bisherigen Prognosebandbreite von -10 bis -11 Millionen Euro. Als an diesem 4. November die Meldung veröffentlicht wurde, brach alleine an diesem Tag der Kurs um bis zu 50 Prozent ein (wie HIER damals berichtet). […]

  2. […] weitere Daten vor der Zulassung des Bluttest zum Darmkrebs-Screening angefordert hat (wir berichteten). Bereits damals kündigte der Vorstand von Epigenomics an: „alle Anstrengungen zu unternehmen, […]

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