Goldman Sachs sieht bei E.ON Kurspotential von fast 100 Prozent…

15. September 2015 | Von | Kategorie: Leitartikel, Unternehmensnachrichten

Deutschlands Energieversorger haben in den letzten Monaten kräftig unter der Energiewende gelitten. So ging es mit den Kursen für die im DAX gelisteten E.ON und RWE – die Nr. 1 und Nr. 2 in Deutschland – zuletzt kräftig abwärts. So kräftig, das beide Werte jeweils 20-Jahres-Tiefs markierten. Seit den Hochs aus dem Jahr 2007 hat sich der Kurs von E.ON von rund 51 Euro auf aktuelle 8,60 Euro um über 80 Prozent verbilligt, bei RWE beträgt der Kursverlust seit dem Hoch Anfang 2008 bei rund 100 Euro sogar knapp 90 Prozent. Und der Kursverlauf der letzten Tage gab nicht viel Hoffnung auf Besserung, denn der Abschwung beschleunigte sich zuletzt, bis eben die angesprochenen 20-Jahres-Tiefs erreicht wurden.

Einen Funken Hoffnung gab es gestern allerdings für die Aktionäre von E.ON. Nachdem hier zuletzt Nachrichten über die gescheiterte Aufspaltung des Unternehmens den Anlegern erneut die Laune verdarb, hat gestern die US-Großbank Goldman Sachs etwas Optimismus versprüht. Die Goldman(n)er sehen in der E.ON-Aktie einen Kauf und belassen den Wert auf ihrer „Conviction Buy List“. Das Kursziel sehen die Experten bei immerhin 17,00 Euro, was beim aktuellen Kursniveau von 8,60 Euro immerhin einem theoretischen Kurspotential von knapp 100 Prozent entsprechen würde.

Für „langgediente“ E.ON-Aktionäre dürfte das allerdings nur ein Trostpflaster sein, denn die sitzen vermutlich auf dicken Verlusten und jeder aktuelle Anstieg dient nur der Verlustminimierung (aber immerhin). Wer noch nicht investiert ist, benötigt angesichts der Performance der letzten Wochen allerdings schon eine ordentliche Portion Optimismus, um auf eine generelle Trendwende zu setzen. Kurzfristig könnten eventuell schon Chancen als technische Gegenreaktion auf die zuletzt starken Verluste bestehen. Aber das ist wieder eher eine Chance für Zocker. Langristig orientierte Anleger dürften im aktuellen Markt- und Nachrichtenumfeld wohl eher außen vor bleiben…

 


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