Deutsche Bank: Große Nervosität vor den Zahlen – Wie hoch sind diesmal die Rechtsrisiken? – Aktie Top oder Flop?

28. Januar 2015 | Von | Kategorie: Allgemein

Morgen berichtet Deutschlands größte Privatbank über die Geschäfte im letzten Quartal 2014. Und die Anleger blicken besonders gespannt auf die Höhe der Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten, die zuletzt aufgrund zahlreicher bestehender und drohender Prozesse – insbesondere in den USA – deutlich in die Höhe geschnellt waren. Die Schätzungen laufen hier weit auseinander und reichen bis zu 1 Milliarde Euro. Das könnte sich auch massiv auf das ebenfalls morgen veröffentlichte vorläufige Jahresergebnis für 2014 auswirken.

Allgemein wird am Markt für das letzte Quartal 2014 mit einem Minus von rund 180 Mio. Euro gerechnet. Allerdings ist das nur ein grober Schätzwert, der in beide Richtungen deutlich ausschlagen kann, da alles an der tatsächlichen Höhe der Prozessrückstellungen hängt.

Damit fällt die Deutsche Bank immer weiter hinter den US-Branchenriesen zurück, die auch zuletzt wieder beeindruckende Zahlen für das jeweils letzte Quartal vorlegen konnten. Davon ist die Deutsche Bank – die auch und insbesondere in den USA sehr aktiv ist – weiter meilenweit entfernt.

Und bleibt deshalb auch weiter meilenweit entfernt von alten Höchstkursen früherer Jahre, als sogar schon dreistellige Notierungen (2007) erreicht werden könnten. Wie groß die Nervosität vor den Zahlen ist, beweisen die letzten Tage, wo die Deutsche Bank – Aktie regelmäßig zu den Werten mit den größten Tagesausschlägen im DAX gehört. Gestern verloren die Papiere über 4 Prozent und waren damit der größte Verlierer im DAX. Heute halten sich die Anleger zurück, die Papiere notieren 0,3% schwächer bei 25,30 Euro.

Wie auch immer die Zahlen morgen nun ausfallen werden, eine wieder hohe Volatilität dürfte nahezu garantiert sein.

 


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