adidas: Spekulationen um möglichen Reebok-Verkauf sorgen für deutlichen Kurssprung – War das die Trendwende?

20. Oktober 2014 | Von | Kategorie: Allgemein

Bisher blicken adidas-Aktionäre auf ein bitteres Jahr zurück. Denn seit Januar, als eine adidas-Aktie noch über 90 Euro kostete, fiel der Kurs um über 40 Prozent bis unter 54 Euro Ende letzer Woche. Womit adidas-Aktien so tief wie zuletzt Mitte 2012 standen. Schuld daran war inbesondere die Gewinnwarnung Anfang August sowie die danach erfolgte Senkung der Gewinnmarge. Offenbar konnte selbst die Fussball-WM in diesem Jahr nicht zu einer Verbesserung des Geschäfts beim Sportartikelhersteller beitragen. Zudem hat adidas weiter den Klotz Reebok am Bein, der seit dem Kauf bisher nicht die erwarteten Ergebnissbeiträge liefern konnte.

Doch damit könnten nun Schluss sein. Denn heute berichten verschiedene Medien, dass eine Investorengruppe an einer Komplettübernahme von Reebok interessiert sein soll. Glaubt man den Medienberichten, will sich diese nicht näher genannte Gruppe die Übernahme rund 1,7 Mrd. Euro (2,2 Mrd. USD) kosten lassen. Zwar hat adidas Reebok für 3 Mrd. USD übernommen, sich seither aber größtenteils Ärger mit der Übernahme eingehandelt.

Und was die Anleger von einem möglichen Verkauf von Reebok halten, ist heute eindrucksvoll am adidas-Kurs abzulesen. Denn dieser springt aktuell um mehr als 5 Prozent auf bis zu 58,50 Euro nach oben. Und damit ist – zumindest kurzfristig – auch die Verlustserie der letzten Monate gestoppt.

Käme der Verkauf zustande, würde das ordentlich Cash in die Kassen von adidas spülen. Eventuelle Aktienrückkäufe bzw. Sonderdividenden würden die Aktionäre nur kurzfristig erfreuen. Vielmehr sollte der Kapitalzufluss vom Unternehmen genutzt, um wieder in wachstumsstarke Geschäftsfelder zu investieren und so auch beim Aktienkurs die Trendwende einzuleiten.  Bleibt also zu hoffen, dass im Verkaufsfall genau dies gelingt. Denn auf eine Erholung warten die adidas-Aktionäre sehnsüchtig.


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