BASF verfehlt Analystenschätzungen – Achtung: Aktienkurs vor ganz sensibler charttechnischer Marke

25. Juli 2014 | Von | Kategorie: Chartcheck

BASF, der weltgrößte Chemiekonzern, hat gestern Quartalszahlen für das zweite Quartal diesen Jahres vorgelegt. Und obwohl der Gewinn deutlich gesteigert werden konnte, wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Insgesamt konnte BASF im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal den Umsatz um ein Prozent auf ca. € 18,5 Mrd. steigern. Deutlich kletterten die Umsätze im Öl- und Gasbereich, dagegen waren sie im Bereich Agrochemie rückläufig. Auch wirkten sich Wechselkurseffekte negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Quartalsgewinn vor Zinsen und Steuern (operativer Gewinn, EBIT) sowie sonstigen Sondereinflüssen stieg um 12 Prozent auf rund € 2,1 Mrd. Davon blieb am Ende ein Gewinn von € 1,3 Mrd als Gewinn nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter übrig, ein Plus von € 142 Mio gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Pro Aktie verdiente BASF im 2. Quartal € 1,41 (VJ: € 1,26).

Gleichzeitig bestätigte BASF-Chef Kurt Bock die Ziele für das Gesamtjahr und erwartet einen leichten Anstieg beim operativen Ergebnis vor Sondereffekten. Dagegen dürfte der Umsatz im Gesamtjahr – hauptsächlich aufgrund des geplanten Verkaufs des Gashandel- und Gasspeichergeschäftes – leicht sinken.

Obwohl die Zahlen auf den ersten Blick gut aussehen, zeigten sich die Anleger an der Börse enttäuscht, denn die Markterwartungen lagen über den jetzt veröffentlichten Zahlen. Und so verloren BASF-Aktien gestern knapp 1,5% auf 82,35 Euro und notierten damit ganz am Ende des DAX.

Mit dem gestrigen Kursverlust nähert sich die BASF-Aktie jetzt einem ganz sensiblen Kursbereich. Denn bei rund 80,50 Euro verläuft die untere Unterstützungslinie des mittelfristigen Aufwärtstrendkanals, der Mitte Juli letzten Jahres etabliert wurde (Punkt 1). Dieser Bereich sollte nicht auf Schlusskursbasis nach unten durchstoßen werden. Denn das dadurch ausgeölste bearishes Signal könnte zu weiteren Kursverlusten führen, deren nächste Zielmarke im Bereich von 75 Euro verläuft, dort befindet sich die untere untere Begrenzungslinie des langfristigen Trendkanals, der bereits im Oktober 2012 etabliert wurde (Punkt 2) und als Unterstützungsbereich dient.

Hält dagegen der Widerstandsbereich bei 80,50 Euro und prallt der Kurs hier ab, dann könnte der BASF-Kurs im Rahmen des vorhandenen mittelfristigen Aufwärtstrends durchaus wieder die obere Trendbegrenzung in Angriff nehmen, die aktuell bei rund 90 Euro verläuft.

Deshalb sollten Anleger aktuell bei Neuengagements entsprechend vorsichtig aggieren und die angesprochenen charttechnischen Marken bei ihren Entscheidungen unbedingt im Blick behalten.

basf25072014

Chartquelle: Tradesignal Online

 

 

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Newsquelle: BASF AG

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