Schlechte Nachrichten reißen bei der Deutschen Lufthansa nicht ab: Nach der Gewinnwarnung senken nun auch die Analysten die Daumen

12. Juni 2014 | Von | Kategorie: Leitartikel

Die Lufthansa hat gestern mit ihrer Gewinnwarnung für 2014 und 2015 die Anleger ordentlich geschockt, der Kurs brach um über 14 Prozent ein. Im Geschäftsjahr 2014 plant die Airline jetzt mit einem operativen Gewinn von rund 1 Mrd. Euro statt der bisher anvisierten 1,3 – 1,5 Mrd. Euro. Und in 2015 soll der operative Gewinn statt 2,65 Mrd. Euro nur noch rund 2 Mrd. Euro betragen.

Auch heute trennten sich zu Handelsbeginn die Anleger weiter von Lufthansa-Papieren, der Kurs rutschte im Tagestief bis auf 16,73 Euro ab. Inzwischen können sich die Papiere wieder etwas erholen und liegen mit 17,09 Euro exakt auf dem Vortagesschlusskurs.

Allerdings überwiegen auch heute die schlechten Nachrichten, denn nach der gestern gesenkten Gewinnprognose passen berechnen die Analysten ihre Kursziele neu und passen ihre Einstufungen an die geänderten Zahlen an. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es heute reihenweise Kurszielsenkungen gibt.

  • So senkt das Analysehaus Jefferies die Einstufung für Lufthansa-Papiere auf „Hold“, das Kurzsiel wird auf 18 Euro gesenkt.
  • Die Analysten von Independent Research belässt die Einstufung zwar auf „Halten“, senkt das Kursziel aber ebenfalls auf 18 Euro (vorher 20 Euro).
  • Zwar rät die HSBC weiter, Lufthansa-Aktien zu kaufen, reduziert das Kursziel aber von 24 auf 22 Euro.
  • Ebenfalls weiter auf „Kaufen“ belässt die Citigroup Lufthansa-Aktien, reduziert das Kursziel aber auch auf 18 Euro.
  • Bei der NordLB senken die Analysten das Kursziel besonders deutlich von bisher 24 Euro auf jetzt noch 19 Euro.
  • Die Commerzbank-Profis belassen die Einstufung auf „Hold“, sehen ein Kursziel von 18,60 Euro.

Im Fazit sieht die Mehrzahl der heute aktiv gewordenen Analysten das Kursziel von Lufthansa-Aktien mittelfristig bei rund 18 Euro, d.h. vom jetzigen Kursniveau aus erwarten die Experten in den nächsten Monaten ein maximales Erholungspotential von rund 5 Prozent.

Man darf gespannt sein, inwieweit die Expertenschar für die nächste Zeit richtig liegt und sich Lufthansa-Aktien mittelfristig entwickeln.


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