Was ist ein gleitender Durchschnitt?

21. Mai 2012 | Von | Kategorie: Finanzwissen

 

Ein gleitender Durchschnitt (bzw. auch gleitende Durchschnittslinie oder kurz GD) ist eine Kursverlaufslinie, die vorwiegend als Trendindikator eingesetzt wird. Der gleitende Durchschnitt zeigt den Durchschnittskurs eines zugrunde liegenden Wertes (Wertpapier, Index etc.) über einen bestimmten Zeitraum an.

Ermittelt wird der gleitende Durchschnitt durch die Addition der Kurse über den Zeitraum (Tage) und der anschließenden Division durch die Anzahl der Tage.

Die gängigsten Zeiträume für gleitende Durchschnitte sind 38, 90, 100 und 200 Tage.

Insbesondere dem 200-Tage-Gleitenden Durchschnitt kommt in der Chartanalyse eine besondere Bedeutung zu, da dieser Index von vielen Anlegern als fundamentales Signal für eine mögliche Trendumkehr im Rahmen von Trendfolgesystemen beobachtet und als Kauf- oder Verkaufssignal genutzt wird.

Verschiedene gleitende Durchschnitte werden auch in Kombination als Trendindikatoren genutzt, indem Schnittpunkte verschiedener Zeiträume als Ein- und Ausstiegspunkte definiert werden.

Neben der eben dargestellten einfachsten Form des gleitenden Durchschnitts (Simple Moving Average oder kurz SMA) gibt es noch verschiedene weitere Methoden der Berechnung, so zum Beispiel:

  • Weighted Moving Average (WMA, gewichteter gleitender Durchschnitt)
  • Exponential Moving Average (EMA, exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitt
  • Triangular Moving Average (TMA, linear gewichteter Durchschnitt mit besonderer Glättung)

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