Ein Rekordergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 hat heute Infineon vorgelegt. Der Jahresumsatz stieg auf 4 Milliarden Euro (+21 Prozent), unterm Strich verblieb ein Gesamtergebnis von 785 Millionen Euro, der Konzernjahresüberschuss betrug über 1 Milliarde Euro.

Im vierten Quartal 2011 erzielte Infineon einen Umsatz von 1,04 Milliarden Euro, was ein Gesamtergebnis von 195 Millionen Euro einbrachte (Marge ca. 19%).

Da sich der Free-Cash-Flow im 4. Quartal 2011 deutlich erhöht hat (ca. 100 Mio Euro),  stieg die Netto-Cashposition von Infineon auf stattliche 2,387 Mrd. Euro!

Der Ausblick des vor noch nicht allzulanger Zeit fast insolventen Unternehmens ist leider nicht ganz so optimistisch. So erwartet Infineon, dass der Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozent zurückgehen wird. Grund ist die erwartete Zurückhaltung der Kunden im spätzyklischen Hochleistungsgeschäft.

Die Halbleiterindustrie hat sich bisher immer als sehr guter Konjunkturindikator gezeigt, zum einen als Vorläufer nach einer Rezession, zum anderen aber auch als Vorabindikator für  eine sich anbahnende Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung. Die Zurückhaltung von Infineon beim Ausblick mahnt hier zur Vorsicht.

Beim über die letzten 3 Jahre unglaublich gut gelaufenen Aktienkurs von Infineon (von 0,39 Euro im Tief im Jahr 2009 auf Werte über 8 Euro in diesem Jahr) gab es nach der Veröffentlichung heute einen Rücksetzer von ca. 4 Prozent auf aktuelle 6,40 Euro.

Die vollständige Pressemitteilung gibt es bei DGAP.