München, 20:45 Uhr: Langfristig ist ja eigentlich nicht so mein Ding, eine langfristige Investition beginnt bei mir eigentlich schon ab 2 Tagen. Trotzdem hab ich mir – warum auch immer – mal den Euro/US-Dollar-Kursverlauf der letzten 2 und 10 Jahre angesehen und eine recht interessante Entwicklung entdeckt.

Im Zweijahresverlauf nähern wir uns in einem steigenden Trendverlauf zügig dem Widerstandsbereich bei ca. 1,4250 US-Dollar, hier markierte der Euro ein Zwischenhoch im November 2010.

Euro/US-Dollar 2-Jahre

Euro/US-Dollar 2-Jahre

Und aktuell nähert sich der Euro/US-Dollar-Kurs wieder schnell dieser Marke. Sollte der Euro diesen Widerstand überwinden, lässt der längerfristige 10-Jahres-Chart keine weiteren signifikanten Widerstandsmarken bis in den Bereich von 1,4340 US-Dollar erkennen, erst dort verläuft die obere Begrenzungslinie des langfristigen Abwärtstrends (im Bild des 10-Jahres-Charts zu erkennen).

Wird andererseits der Widerstandsbereich bei 1,4250 US-Dollar nicht geknackt, dann kann’s auch mal ordentlich korrigieren. Aktuell ist im 10-Jahres-Chart ein Dreick zu erkennen, in den der Chart hineinläuft.

Euro/US-Dollar 10-Jahre

Euro/US-Dollar 10-Jahre

Durchbruch oder nachhaltige Korrektur ist hier die Frage? Dies wird wohl in erster Linie davon abhängen, welche Zentralbank als erstes ein Abkehr von der Politik des billigen Geldes einläutet, hier favorisiere ich ganz klar die EZB. Denn die Amerikaner werden sich weiter hüten, die kleinste Erholung ihrer Wirtschaft durch einen steigenden Leitzins direkt wieder abzuwürgen. Scheiß auf Inflation…