Wenn einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten umschichtet, dann ist mir das immer einen Beitrag wert. Denn Buffett’s Entscheidungen signalisieren oftmals ganze Trends an den Märkten. Und so lässt es mich aufhorchen, dass Buffett netto mehr Aktien verkauft, als neue hinzuzukaufen. Erwartet er eine nachhaltige Trendwende?

Bisher hat er ja mit seinen Investments der letzten zwei Jahre richtig Asche gemacht, er ist einer DER Gewinner der Finanzkrise, da er am Tiefpunkt in großem Stil eingestiegen ist und das zu Konditionen, die wohl nur ein Buffett erzielen kann. Alleine sein Investment bei Goldman Sachs, wo er sich seine Anlage – neben den Kursgewinnen – mit jährlich 10 Prozent Dividende veredeln lässt, ist unglaublich.

Und natürlich ist Buffett auch ein Großprofiteur der aktuellen Niedrigzinspolitik, profitieren hiervon doch gerade Großbanken durch unverzinste Geldanlagen, und Buffett ist neben Goldman auch an Wells Fargo und seit neuestem nun auch an der New Yorker Bank Mellon. Böse Zungen behaupten hier auch, Buffett’s Gewinne sind momentan auch ein ganzes Stück durch den Steuerzahler finanziert.

Aber hier nun noch die wichtigsten Umschichtungen bei Berkshire Hathaway:

Getrennt hat sich Buffett u.a. komplett von Home Depot, bei  Nike trennte er sich von der Hälfte seiner Anteile, was vermuten lässt, dass er die Zukunft des Einzelhandels in Zukunft nicht mehr ganz so rosig sieht.

Die größten Zukäufe gabs bei Wells Fargo, hier besaß Buffett bereits einen größeren Anteil. Neu eingestiegen ist er bei Mellon. Darüber hinaus hat er auch Anteile bei Johnson & Johnson ausgebaut. Also positive Signale für die Finanzbranche, die FED tut hier wohl ihr Übriges, dass das auch erstmal so bleibt. Und Buffett ist hier sicher vernetzt genug, um da auf der sicheren Seite zu sein.