Unbegrenztes Desaster bei Fannie und Freddie

23. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Wirtschaftsnachrichten

Schlechte Nachrichten für den amerikanischen Steuerzahler. Denn die Milliardengräber Fannie Mae und Freddie Mac, bisher schön Fässer ohne Boden,  entpuppen sich zu ganzen Ozeanen des Geldversiegens. Bisher schoss der amerikanische Steuerzahler bereits rund 135 Milliarden Dollar in beide Unternehmen, um diese halbwegs stabil zu halten und das absolute Desaster für den amerikanischen Häusermarkt zu vermeiden. Denn Fannie und Freddie garantieren rund die Hälfte der amerikansischen Hypothekenschulden amerikanischer Hausbesitzer (ACHTUNG: 10,6 Billionen US-Dollar)!

Und zu diesen 135 Milliarden US-Dollar können im Worst-Case-Fall nochmal 124 Milliarden US-Dollar obendrauf kommen, um beide am Umfallen zu verhindern. Wie gesagt: Im Worst-Case-Fall. Kurzfristig sicher muss der amerikanische zumindest schon mal 19 Milliarden US-Dollar über die nexten drei Jahre zuschustern.

Der ein oder andere wird sich jetzt fragen, woher diese neuen immensen Lasten kommen. Und das ist der Clou an der ganzen Konstellation: Fannie und Freddie müssen jährlich 10 Prozent (Straf)Dividende an den amerikanischen Staat zahlen dafür, dass sie durch diesen gerettet wurden. Da natürlich absolut keine Kohle da ist, wird der Steuerzahler wieder zu Kasse gebeten, das Geld wird als Stützung an Fannie und Freddie gezahlt und anschließend von denen wieder als Dividende zurückgezahlt.

An sich ist die ganze Sache ja schon traurig genug, aber tief nachdenken über die Konstellation darf man wohl echt nicht…

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