Dabei war alles doch so schön. Heute im Tagesverlief erklomm unser DAX bei 6.386 Zählern und damit ein Zwei-Jahres-Hoch, die Woche hätte so schön enden können. Aber die kleine Börsenwelt war eben nur bis 14.30 Uhr in Ordnung, denn dann wurde – wie immer am ersten Freitag des Monats – die US-Arbeitslosenquote veröffentlicht.

Auf den ersten Blick lag diese im Juli mit 9,5 Prozent gar nicht mal so schlecht, denn erwartet wurde ein Wert von 9,6 Prozent. Also was war los? Zum einen lagen die Flüsterschätzungen doch deutlich niedriger, die Anlegerschaar hatte sich hier auf eine positive Überraschung eingeschossen. Zum anderen wurden außerhalb der US-Landwirtschaft im Juli 131.000 Stellen abgebaut und das sich in etwa doppelt so viel wie von Analysten erwartet. Und ab da wurde von den Anlegern fleißig verkauft, was den DAX auf einen Wochenschluss von 6.259 Punkten drückte, was ein Tagesminus von rund 1,2 Prozent ergibt.

Also bleibt er vorerst weiter aus, der nachhaltige Aufschwung am US-Arbeitsmarkt, auf den Volkswirte, Politiker und die Anleger so verzweifelt warten. Denn ohne einen intakten US-Arbeitsmarkt hat der US-Konsument weiterhin keine Lust einkaufen zu gehen und macht lieber etwas für Amerikaner völlig untypischen, nämlich sparen. Und das ist in einer Volkswirtschaft, in der der Endverbraucher den Großteil der Nachfrage trägt einer nachhaltigen Erholung weiterhin sehr abträglich.

Und deshalb heißt es auch jetzt wieder warten auf die nächste Arbeitslosenquote, in vier Wochen wissen wir mehr.