Man darf gespannt sein auf die Veröffentlichung des BIP der USA für das 3. Quartal 2009 sowie der Arbeitslosenquote für den Oktober 2009, die dann in der kommenden Woche veröffentlicht wird.

Beim BIP wird es wohl den ersten Anstieg seit Juni 2009 geben. Damit steigen die Hoffnungen, dass die Rezession langsam aber sicher ein Ende findet, auch wenn die zukünftigen jährlichen Wachstumsraten eher bei 1-2 Prozent denn größer 3 Prozent sein werden. Bei der Arbeitslosenquote für den Oktober 2009 kann es durchaus sein, dass die 10 Prozent-Marke überschritten wird, der Arbeitsmarkt in den USA also weiter sehr schwach bleibt bzw. die Arbeitslosenzahlen weiter steigen.

Damit bewegen sich die USA auf die Situation einer wirtschaftlichen Erholung bei schwachem Arbeitsmarkt zu, d.h. die Unternehmen entlassen weiter, obwohl sich die wirtschaftliche Situation zu stabilisieren scheint. Nachdem seit Beginn der Wirtschaftkrise in den USA ca. 8 Millionen Jobs verloren gingen, fehlt damit der US-Konsument weiterhin als wichtiger Konjunkturmotor.

Damit wird die wirtschaftliche Stabilisation aktuell eher von einer steigenden Auslandsnachfrage getragen, an der der billige Dollar aktuell auch nicht schuldlos ist. Die wird unter Umständen das immense US-Außenhandelsdefizit ein wenig zurückführen können. Es wird aber mittel- bis langfristig nicht den US-Konsumenten kompensieren können, der bisher für runde zwei Drittel des US-BIP verantwortlich war.

Aktuell scheint der Aufschwung jedenfalls auf keinem zu soliden Fundament zu stehen. Die bisher vorauseilenden amerikanischen Aktienmärkte sind jedenfalls mit Argusaugen zu beobachten.

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