Ein regnerischer Juni und dunkle Wolken über der US-Wirtschaft versetzten dem US-Einzelhandel einen ordentlichen Dämpfer. Der gestern veröffentlichte Monatsbericht bietet jedenfalls nicht viele Lichtblicke.

Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt unaufhörlich weiter und hat sich mit einer Arbeitslosenrate von 9,5 % im letzten Monat schnell zweistelligen Werten angenähert. Die wöchentlich veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lassen diese Einschätzung bereits für due nächsten Monat erwarten. Das regt die Kauflust der Amerikaner, die entweder bereits arbeitslos sind oder um ihren Job bangen, nicht unbedingt an.

Ungewöhnlich stürmisches Wetter im Nordosten der USA (in New Yok gab es 22 Regentage) hat es überdies der Bekleidungsindustrie extrem schwer gemacht, ihre Sommerkollektionen an den Mann / die Frau zu bringen. Das führte dazu, dass börsennotierte Bekleidungsunternehmen wie Limited Brands Inc. (Victoria Secret), Gap Inc., American Apparel Inc oder Children’s Place Retail Stores Inc. für den Juni 2009 deutlich höhere Rückgänge als erwartet melden.


Und auch der Ausblick für das zweite Halbjahr 2009 lässt keine großen Verbesserungen erwarten, so jedenfalls die Einschätzung der Analysten. Um die Lager zu räumen und Platz für die Herbst- und Winterkollektionen zu machen, werden viele Einzelhändler gezwungen sein, Abverkäufe mit extremen Rabatten und Sonderaktionen zu machen. Dies wird Umsätze drücken und die Gewinnmargen – so noch vorhanden – weiter deutlich schmelzen lassen.

Infoquelle: MarketWatch