Seit der Zinssenkung der FED auf nun nahezu Null Prozent ist der Euro nicht mehr zu halten und springt in bisher noch nie dagewesenem Tempo nach oben. Anscheinend hat hier dieser unwerwartet deutliche Zinsschritt der FED viele auf dem linken Bein erwischt, nun heißt es, Positionen schließen/drehen bzw. den Schaden zu begrenzen.
Stand er Euro am 08.12.2008 (also grad mal vor 10 Tagen) noch bei 1,27 Dollar, hat er heute kurzzeitig die 1,47 Dollar überschritten.
Gerade zuletzt legte ja der Euro eine ordentliche Talfahrt hin, die angesichts der explodierenden Verschuldung Amerikas (ok, explodiert eigentlich schon seit 20 Jahren, aber die letzten Monate haben da nochmal eine neue Dimension eingeläutet) für viele Beobachter (und Investoren?) gar nicht nachvollziehbar war. Kurzfristig ließ sich der Trend jedoch erklären mit massiven Positionsauflösungen amerikanischer Anleger im europäischen Raum, um die Inlandsverluste bzw. -zahlungsverpflichtugen wenigstens zu einem Teil zu decken. Dies scheint nun zum größten Teil durch zu sein. Die nun erfolgte Nullzinsrunde hat die letzten verbliebenen Dollarkäufer bzw. -investoren vertrieben und beschleunigt den Switch von Dollar- in höherverzinste Euro-Anlagen.
Betrachtet man generell die ausufernden Defizite der Amerikaner, die erneute aktuelle Liquiditätsüberflutung (die ja erst zu den aktuellen Problemen geführt hat) durch die FED oder die gigantischen Konjunkturprogramme (eine Milliarde ist ja inzwischen die kleinste Einheit) dann ist es eh fraglich, ob der Dollar überhaupt noch das Papier wert ist, auf dem es gedruckt wird. Wohl eher nicht.

